Erfahrungsresistent

Es ist ein wenig verwirrend.

Kommt ein neues Smartphone auf den Markt, nach dem alle gieren, so lässt sich verstehen, warum das Leute vorbestellen. Es ist sonst erstmal länger nicht verfügbar. Auch die nächtlichen Schlangen vor Buchläden ergaben einstmals Sinn.

Doch worauf hofft das tumbe Gamervolk, das Spiele vorbestellt. Also digitale Güter erwirbt, die man sowieso über Steam und Co. aktivieren und  herunterladen muss, es also gar keine Güterknappheit gibt? Klar, die „Vorbestellergoodies“ locken.Aber die sind meist eher schwach und zu vernachlässigen, wenn das Spiel selbst eine herbe Enttäuschung ist. Schlimmernoch ist jedoch, die Erfahrungsresistenz paart sich mit der wagen Hoffnung, dass es beim nächsten Mal besser wird. Und wenn das nicht der Fall ist, straft man den Entwickler und Publisher in Foren mit bösen Bewertungen, statt mit einer Konsumentscheidung beim nächsten Mal das Ruder rum zu werfen.

Denn klar ist: Vorbesteller geben dem Kellner das Geld, bevor sie wissen, ob das nun ein Kalbsschnitzel wird oder ein Pfannkuchen! Und der Wirt hat das Geld, bevor er liefern muss.

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5 Gedanken zu “Erfahrungsresistent

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