Durchgedacht (Frauen am Steuer)

„Frauen am Steuer“ ist kein Satz, weil kein Verb. „Weil kein Verb“ ist ein noch viel schlechterer Nicht-Satz, obwohl er ein „Verb“ hat.

In sich hat es der fragmentarische Themenaufruf am Mitmachblog. Bloggen erledige ich übrigens gewöhnlich tagsüber oder während der Nacht, die restliche Zeit bin ich im IRL unterwegs. Unterwegs, also am Steuer, kommen mir besonders gerne verbloggbare Ideen (oder das, was ich dafür halte).

Idealerweise wird es „am Steuer“ gar nicht mehr so lange geben. Autos, die von Menschen  gefahren werden im Sinne von selbst gefahren. Bald fährt das Auto selbst und der Mensch nur mit.

Als Mitautorin am Mitmachblog schrieb ich jedenfalls einen Beitrag („Also wirklich!„), dem man fälschlicherweise entnehmen könnte, ich wäre eine nicht so aufmerksame, um nicht zu sagen klischeehaft schlechte Lenkerin.

Schlecht fährt aber nur mein fiktives Ich, das in dem Beitrag eigentlich gar nicht fuhr, sondern genau genommen nur sinnierte. Nieren machen Sinn im menschlichen Körper, aber wo ein Sinn ist, kann man auch irren. Und irrig ist der entstandene Eindruck. Ich zähle mich persönlich selbstverständlich zu jenen 85%  bis 90%, die zur Hälfte der besseren Autofahrer gehören.

Gehört habe ich auch, dass es einen sogenannten Dunning-Kruger-Effekt gibt, aber das trifft nicht auf mich zu. Das wäre ziemlich dumm. Dummerweise bin ich auf der Straße nur oft umgeben von ganz besonders schlechten Autofahrern, kaum dass ich mich mit dem fahrbaren Untersatz hinausgewagt habe. Wagen statt Füße benützen heutzutage immer mehr.

Immer mehr selbstfahrende Autos gibt es auch, vielleicht sogar bald auf Österreichs Straßen, denn die Gesetzeslage wurde bereits darauf abgestimmt. Österreichische Logik: Führerlos heißt unbedenklich.

Bedacht wurde, dass Personal Assistant ein erstrebenswertes Ziel ist. Um sicher an sein Ziel zu kommen, wird es also erst einmal Personen als Assistenten der Autos geben. Manchmal aber nur zum Schein.

Scheinbar großartig erscheint mir die Idee, nicht mehr durch Lenkrad und Gaspedal abgelenkt zu werden beim gedanklichen Bloggen im Auto. Das Auto von Google erlaubt gleich gar keinen lenkenden Eingriff durch den Störfaktor Mensch. Menschen drücken aber gerne Knöpfe und freuen sich, wenn sich dabei etwas tut. Tuten darf er dann jedoch nicht mehr, der Homo inmobiliens, nur mehr einen Notstop-Knopf bewachen.

Wach bleiben ist für Computer kein Problem. Einschlafen am Steuer damit problemlos möglich. Die Möglichkeit aus Problemen zu lernen wird den Computern beigebracht. Intelligent! Und diese künstliche Intelligenz kutschiert dann bloggende Frauen durch die Straßen.

In Chicago aber vorläufig wohl nicht. Denn dort sollen die autonomen Autos erst einmal verboten werden. Vorboten für Frauen am Steuer gab es in Illinois bevölkerungsreichster Stadt aber schon vor vielen Jahrzehnten. Hillary Clinton wurde 1947 in Chicago geboren. Chic sieht sie übrigens aus in ihren Hosenanzügen (für amerikanische Vorstellungen zumindest), nicht wie so ein Trumpel, das nicht weiß, wie man sich auf der Weltbühne bewegt.

Bewegend wird die Zukunft der Mobilität auf jeden Fall. Und Frauen am Steuer wird es da wie dort geben, manche lenken (Merclintmayellenonkel), andere denken nach und nach und bloggen auch noch darüber.

 

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8 Gedanken zu “Durchgedacht (Frauen am Steuer)

  1. Gefahr droht nur, wenn du dich nicht zwischen gehen und fahren entscheidest. Sitzen geht dem Gesetz nach. Du darfst auch zwischen Fiktion und Realität zweigleisig fahren. Allerdings nicht großspurig. (Das Verbot des Fehlen eines Verbs wäre abwegig.) Mir scheinst du recht großzügig. Was immer das richtige Verfahren sein mag, du schätzt das Vergangene. Du bist selten fahrig; oft zügig. Wenn du sitzt, hängst du Gedanken nach.

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    1. Das ergab sich (weil ich den Artikel zu nachtschlafener Stunde schrieb und dann so manches lustig/genial finde, was am nächsten Morgen, na ja, na ja ist und nunmal schon da steht) aus der Umklammerung der Namen: Mer … kel, dazwischen Clint … on und dann haben sich noch May und Yellen rein gequetscht 🙂
      Liegt also nicht an dir, sondern an der unsachgemäßen, weil von einer Vegetarierin durchgeführten Verwurschtung von Top-10 Namen aus der mächtigsten Frauenriege 😉

      Gefällt 1 Person

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