Damals…

Ich sitze nun gerade hier und erinnere mich an meine Fahrschulzeit zurück. An die Zeit, als ich mich wie ein kleines Kind freute, endlich Auto fahren zu können. Auch wenn es immer nur ein paar Stunden waren, die ich fuhr. Ganz zu schweigen vom Fahrlehrer der neben mir saß und eingreifen konnte.

Ich erinnere mich daran, dass ich eigentllich einen sehr netten Fahrlehrer hatte. Der immer sehr bemüht war. Ich mich aber auch immer versuchte anzustrengen. Von einer Parklücke in die nächste gehetzt wurde. Wobei. Moment. So oft habe ich in der Fahrschule eigentlich nicht eingeparkt. Und bei meiner Prüfung musste ich auch fast ausschließlich nur gerade aus fahren und ab und an mal abbiegen. Von Parken keine spur.

Nach bestandener Fahrprüfung war ich natürlich stolz wie Bolle. Heute, über 7 Jahre später, bin ich fest der Annahme, dass sich mein Fahrlehrer wohl nur deshalb so gefreut hat das ich bestanden hatte, weil er mich somit los war. Schien er doch manchmal irgendwie nicht ganz mit meiner Fahrweise zurecht zu kommen. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass er der Ansicht war, dass ich eine Frau bin und es nicht drauf habe.

Über 7 Jahre später, würde ich jedoch behaupten, dass er damit alles andere als recht hatte. Schlage ich mich wacker im Straßenverkehr und mutiere gelegentlich zum Cholericker hinterm Steuer. Der sich beim Autofahren sehr schnell reizen lässt, gerade von Autofahrern, die die Pedale nicht unterscheiden und Gas mit der Bremse verwechseln zu scheinen. Mit vorliebe an grünen Ampeln.

Ganz zu schweigen von meinen ganz passablen Einparkkünsten. Rückwärts, Rückwärts-Seitwärts. Alles kein Problem. Nur Vorwärts habe ich nicht so ganz drauf, gebe ich offen zu. Mein Fahrlehrer wäre stolz auf mich. Worauf er jedoch überhaupt nicht stolz sein dürfte, wäre der heutig Einparkversuch. Rückwärts Seitwärts. Eine meiner leichtesten Übungen. Klappte heute alles andere als gut und ich bediente das Klischee der Frau am Steuer ganz passabel. Zu früh eingeschlagen. Zu viel eingeschlagen. Permanentes vor und zurück gegurke, bis ich irgendwann mit einem Reifen auf dem Bordstein stand. Mittleidige, belustigte und verwirrte Blicke über meine Einparkerei, die ich von Passanten zu erhaschen schien. Blamiert habe ich mich alleine mit dieser Aktion grandios.

Weiter ging es zwar dann nicht mit einer Blamage. Aber mit einem Parkhaus. Ich hasse Parkhäuser. Wollte ich das mir schwindlig wird und einen Drehwurm haben, könnte ich auch Karusell fahren, die ich beinahe genau so abgöttisch hasse. Mit der Hoffnung auf Parkebene A einen Platz zu finden, Endete ich letztendes mit einem Drehwurm auf Parkdeck D. Ganz toll. Wie würde Klufti jetzt sagen? Primel. 30 Minuten Später, 80 cent ärmer und ungefähr mit dem Doppelten Drehwurmlottchen, kam ich dann doch irgendwann wieder aus diesem Höllenhaus heraus. Schon mal mit Schwindel und Brechreiz im Mage Auto gefahren? Ganz prima Gefühl. Absolut Empfehlenswert und einen Ausflug in ein Parkhausu wert. I

Worauf mein Fahrlehrer noch nicht stolz wäre? Ganz sicher nicht darauf, dass ich irgendwie gerade ein beliebtes Opfer der Straßenhühter zu sein scheine. Langsam wird es auffällig. So zumindest mein Gefühl. Ich fühle mich langsam gemobbt. Innerhalb von ca 1 Jahr oder 2 Jahren, drei Strafzettel wegen falschparken kassiert. Das erste mal, wegen parkens auf einem nicht vorhandenen Gehweg. Das zweite mal, wegen Parkens in einem vekehrsberuhigten Bereich. Zu guter letzt in einem Halteverbot, das gar keins war. Zumindest nicht eindeutig. Hätte bei letzterem doch wiederspruch einreichen sollen, habe bis heute noch kein Eindeutiges Halteverbot entdeckt, welches mir gesagt hätte das ich an diesem Platz nicht parken dürfe.

Ganz zu schweigen, von dem netten Foto, dass kürzlich bei einer Verkehrskontrolle von mir gemacht wurde. Und das ohne Vorwarnung. War da ganz einfach in der Post. Ich durfte es dann für 10 € behalten (Geschwindigkeitsüberschreitung von 6 km/h). Und zu allem nüberfluss wurde ich dann beim Wenden des Arbeitsautos auch noch aus dem Verkehr gezogen. Wegen der simplen Balamage, dass der Sicherheitsgurt nicht dort war, wo er während der kurzen Fahrt hätte sein sollen. Ganz zu schweigen von den nicht mitgeführten Personalien, die ja blöderweise im anderen Auto lagen. Verwarnungsgeld wären 30 € gewesen. Aber netterweise kam ich dann doch geschoren davon.

Auch darauf wäre mein Fahrlehrer nicht wirklich stolz gewesen.

Was ich damit mitteilen will? Eigentlich nichts. Außer, dass Frauen sehr wohl in der Lage sind Auto zu fahren. Sehr wohl in der Lage rückwärts einzuparken. Und übrigens, nicht nur Männer fahren zu schnell. Die Moral aus der Geschichte? Da werdet ihr vergeblkich danach suchen. Hier in diesem Text gibt es Haufenweise von allem anderen, nur keine Moral.

Gute Nacht! 🙂

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4 Gedanken zu “Damals…

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