TdW :D Autofahrende „Da(e)mlichkeiten“

Freestyle übers Autofahren.

Amüsiert habe ich mich unheimlich über den „Berta fährt“-Beitrag, einfach Klasse!

Als ich knapp 20 war, wurde ich zum Fahren lernen „verdonnert“. Ich wollte damals nicht.
Weil es darauf hinauslief, dass ich dann – im Falle des Bestehens der Prüfungen – zum „Fahrdienst“ für diverse leicht bis mittel alkoholisierte Freunde und Kumpels und Familienmitglieder und so weiter eingesetzt werden sollte.

Was ich nicht witzig fand.
Aber dann wurde ich – kurz nach der „Wende“ – auch arbeitssuchend und musste wohl oder übel in den Fahrschul-Apfel beißen.
Es war ein netter, angenehmer sympathischer hübscher Mann. Es war ein interessantes Auto, ein Golf!
Wow… wo ich ja vorher still und heimlich meine ersten Pedal- und Lenkkontakte in Zweitaktern wie Trabant und Wartburg hatte… da war der Golf echt Luxus!

Theorie fehlerlos bestanden, Praxis stand – nach schon gut bewältigten Fahrstunden – noch aus.
Praxis die erste – nicht bestanden.
Tröstung hinterher vom Fahrlehrer: „Mach dir nix draus. DAS hätte selbst ich nicht geschafft. Unmöglich dieser Prüfer! Sowas darf nicht in die Wertung fallen!(Falls jemand genaueres zum Prüfungsverlauf wissen möchte, erklär ichs gern ausführlicher) 😉

Ein paar Fahrstunden später die zweite Praxisprüfung, derselbe Prüfer. Psychologische Gespräche während der Fahrstunden mit meinem herzallerliebsten Fahrlehrer hatten mich ein wenig „gestählt.“

Eine Situation wieder unklar.
(JA! Es gibt so einige unklare Situationen im Straßenverkehr!!!)
Aber meine Reaktion und das Gaspedal fanden einen schnellen guten Einklang, so dass der Prüfer, der ja hinten rechts saß, am Leben blieb.
Die Schuldfrage konnte bis heute in diversen Gesprächen mit straßenverkehrsrechtlich bewanderten Mitmenschen nicht geklärt werden.
(siehe oben, wer genaueres wissen möchte) ;).
Egal, lautes Aufseufzen von hinten rechts, Weiterfahren, raus aus der Stadt, nächster Anhalteparkplatz.
„Bestanden“ – Prüfer war ja unversehrt und nur leicht schockiert.

„Nochmal setze ich mich nicht zu Ihnen ins Auto, wenn Sie fahren. Aber Sie haben mir das Leben gerettet!“

Soll(te) ich mich (jetzt) darüber freuen?

Nun gut, es ist mittlerweile knapp 24 Jahre her und seitdem hat mich nur einmal ein Auto technisch geärgert, was vor knapp 20 Jahren zu einem leichten Auffahrunfall führte und ohne Schwierigkeiten ab“gewickelt“ wurde.

Somit fahre ich also seit gut 20 Jahren unfallfrei. Mit einigen Jahren ganz ohne Fahren weil nicht notwendig und autolos.

Doch eine hübsche Situation von vor fünf Jahren noch:

(M)eine damalige „DDR-Garage“.
Für Trabi oder so gebaut.
Ich hatte aber mittlerweile ein (gebraucht gekauftes) „Westauto“.
Somit war die Garage irgendwie immer zu eng.
Da aber „Westautos“ ja schon damals (auch???) anklappbare Autospiegel hatten, klappte ich vorm Rückwärtseinparken in die Garage immer den Spiegel an der Fahrerseite an.
Weil an der anderen Garagenseitenwand ein festverbautes Regal stand und ich somit an die andere Seite musste.
Garagen wurden ja auch schon früher nicht unbedingt nur fürs Fahrzeugabstellen genutzt.

Also, das übliche Vorwärts-Rückwärts-Prozedere.
Solange hin und her bis Auto richtig stand.
Im Winter. Voll Schnee.
Rückwärtsgang wieder rein, upps, es rutscht.
Rückwärtsgang raus, neuer Versuch nach vorne und richtig positionieren.
Gang raus, Handbremse, Aussteigen, Streusand in die Einfahrt.
Einsteigen … und vorsichtig millimeterweise rückwärts rein fahren.
Es rutschte ein bisschen. Nicht doll.

Nix knarzte oder kratzte oder rummste oder so.
Milimeterarbeit.
Es stand perfekt. Auch ohne Maßband oder Zollstock.

Mir stand mittlerweile auch was, nämlich der Schweiß auf der Stirn.
Aber ich hatte es – wieder mal – geschafft!
Und kletterte wie sonst auch sportlich-glücklich über die Sitze auf der Beifahrerseite raus.

Ha!
Als ich gefühlte drei Meter gewachsen und mit stolz geschwellter Vorderseite vor der inzwischen geschlossenen Garage stand und mir eine Pusterette anzündete, hörte ich ein lautes Klatschgeräusch. Mehrmals nacheinander.
Klang wie Beifall.

Ein Nachbar hatte meinen Einparkvorgang beobachtet. Wir kamen ins Gespräch.
Sein Fazit:

WOW! Ob ich schon mal daran gedacht hätte, Fahrlehrerin zu werden?

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4 Gedanken zu “TdW :D Autofahrende „Da(e)mlichkeiten“

    1. meinste… also ich bin mir überhaupt gar nicht „sicher“ ob ich zu irgendeiner pädagogisch-lehrkraftmäßigen Berufsausübung „fähig“ bin… oder… wie die von mir Ge-/Be-Lehrten sich danach in die Aussenwelt begeben…

      Naja, mein Männe fährt ungern mit… wenn ich fahre. Warum? Ich fahre zu „sanft“. Es ruckelt nix, auch nicht beim Höher- oder Runterschalten.
      Furchtbar. Der „Speed“ fehlt ihm einfach 😀
      Den ich dann auf der Autobahn allerdings nicht nur in meinem Blut habe. Schnell kann ich – dann – auch 😀

      Gefällt 1 Person

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