Frau am Steuer – die bessere Regierungsform?

Es war einmal, vor etlichen Jahren, da besang ein deutscher Barde namens Herbert, eine utopische Gesellschaftsform, in der die herrschende Klasse von Minderjährigen gebildet wird. Der Titel seines Lieds war: »Kinder an die Macht«.
Wenn man sich allerdings Zeit nimmt, um Jungmenschen bei ihrem Treiben auf Sandplätzen oder in anderen Gärten zu beobachten, stellt man schnell fest, dass Kinder sicherlich nicht die besseren Gebieter darstellen. Eher erkennt man in ihrem Handeln schon Anzeichen von späteren Entwicklungen. Es ist kaum beschönigend zu beschreiben: Manche dieser Wesen sind Arschlochkinder und werden auch später von diesem Weg nicht abweichen. Sicherlich gibt es viele Ausnahmen, aber wer will sich schon von diesem ADHS verseuchten Pack regieren lassen?
Ist man erst einmal von dem Gedankengut, dass Kinder die besseren Leit-Menschen sind, geheilt, wird der ein oder andere sich einen anderen Spruch einfallen lassen. Irritiert und verzweifelt von der altehrwürdigen Führung des Patriarchats entsteht dann die Idee: »Frau ans Steuer!«. Soweit ging es ja fast schon in der letzten Staffel ›House of Cards‹ und sowieso in Amerika.
Halt! Das haben wir hier doch gerade! Ob die Dame, die uns im Moment regiert, weniger Kratzer in die deutsche Bundes-Karre gefahren hat, als ihr großes Vorbild, einer pfälzischen Birne mit Saumagen, wird wohl am Ehesten der Historiker bewerten müssen. Jedoch sprießen gerade immer mehr Kritiker der Frau wie giftig braune Pilze aus dem Dreck.
Was wäre denn, wenn die Frau am Steuer auch nicht viel besser wäre, als ein Kind oder ein Mann? Wie sähe dann der oder das Richtige am Rad aus? Ist es so, wie es ein geliebtes Buch beschreibt, dass nur derjenige Erlesen ist, der es nicht will?
Wer sich jedoch immer und zu jeder Zeit dazu berufen fühlt, ist das Volk, d.h. Karl Arsch von der Straße, der grundsätzlich alles besser kann. Er wäre der bessere Bundes-Trainer und sicherlich auch der beste Spieler, wie natürlich auch der bessere Kanzler.
Vielleicht lassen wir die Frau am Steuer mal machen? Vielleicht fährt sie uns ja sogar dahin, wo wir hinwollen oder den Karren vor die Wand?
Leider sagen mir meine eigene Zweifel, dass es nicht dorthin geht, wo ich gerne hinfahren würde. Allerdings lasse ich mich auch gerne fahren. Umlenken kann ja auch der nächsten Fahrer.
Als Beifahrer bin ich gar nicht mal so schlecht.

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4 Gedanken zu “Frau am Steuer – die bessere Regierungsform?

  1. Frauen am Steuer

    Angela Merkel… Naja. Mäßig.

    Hillary Clinton… Grummel, grummel. Unter den Blinden ist die einäugige Königin.

    Frauke Petry… Bäh.

    Beata Szydło… Grottig. Neudeutsch: Shit.

    Marine Le Pen…Grusliger als ihr Vater, weil Frau und so.

    Alessandra Mussolini… Hilfe!

    Gefällt 1 Person

    1. Ich wäre vorsichtig, sowas laut zu äußern. Sonst wirft man uns hier noch Sexismus vor. 😉
      Wobei ich, auch gerne öffentlich, bei den Damen weiter rechts ein sehr starkes Unwohlsein eingestehe. Ich finde sie zum Kotzen.
      Mal eine sehr provokante Frage am Rand: sind wir schon bereit für einen weiblichen Diktator?

      Gefällt 1 Person

      1. Diktatur ist ja ein schillernder Begriff. Was „autoritäre Staatschefs“ angeht, gibt es durchaus Beispiele, der Boden ist also bereitet. Man denke an Indira Gandhi in Indien, Gloria Macapagal-Arroyo auf den Philippinen (die beide am Rande der Demokratie regiert haben) und, um auch mal ein kommunistisches Beispiel zu nehmen, an Milka Planinc in Jugoslawien.

        Gefällt 2 Personen

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