Hier gibt es nichts zu sehen – keinen Kommentar! Lesen auf eigene Gefahr…

Er schloss die Augen und wachte auf. Seine Glieder schmerzten noch von den Strapazen am nächsten Tag. In seinem Bauch manifestierten sich die zwei Wörter »Kein Kommentar«, wie ein Stein, den er mitgenommen hatte. Dieser Stein war schon da, seit dem er den Tatort verlassen hatte.
Ein schrecklicher Mord – Frau K aus H war mit einem angespitzten Wattebausch erdrosselt worden. In der Wohnung neben ihr fand man ein vergewaltigtes Wort. Es sah so aus, als hätte ein Werbefachmann es mehrfach durch seine Nase gezogen.
Als Detektiv M aus H das Wort im Arm hielt, hauchte es noch ein letztes Mal: »KreHaarTiv« und wurde gleich darauf vom Wind erschlagen. Hässliches kleines Bündel unzusammenhängender Buchstaben, die es war, konnte es die Realität nicht mehr ertragen und wurde ausgelöscht. Die letzte Träne war an seiner Wange gefroren.
Diese zwei Begriff: »Kein Kommentar«, waren damals seine Formel gewesen, mit denen er auf die Glückwünsche zur Beförderung nach Absurdistan geantwortet hatte. Vier sieben, so spitz wie ein Fuchs mit brennendem Busch.
Heute musste er sich auf den Weg mach, betrat die Waschmaschine und startete den Trockner im härtesten Gang. Auf dem Weg zum Bau schwammen zwei Spatzen an ihm vorbei. Zum Gruß hatten sie die Flügel erhoben.
Es dauerte keine 5 Tage, bis er bei der Wohnung des Hauptverdächtigen ankam. Als er klopfte, öffnete ihm ein Hase, schaute ihm ins Gesicht, übergab sich und sagte abschließend: »Kein Kommentar«, noch bevor er seinen Kopf in die Erde rammte.
Wenn sich alle Fälle so gut lösten, wie dieser hier, würde er bald nichts mehr zu tun haben.
Ich denke mir, für meinen Teil, dass kein Kommentar schwer ist. Vielleicht hätte ich den Rat meines Freundes aus dem fernen Land Zeilen-Ende doch beherzigen sollen und lieber die Fresse gehalten, doch tue ich mich schwer mit Empfehlungen, seien sie sonst so schlau. Meist ist es ja besser, sich selbst Rah zu machen, doch wollte ich euch die obere Geschichte nicht verheimlichen. Vieles passiert, ohne dass man darüber spricht. Ganz nach Belieben.

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11 Gedanken zu “Hier gibt es nichts zu sehen – keinen Kommentar! Lesen auf eigene Gefahr…

  1. Wenn ich hier keinen Kommentar zu abgebe, dann platze ich. DAS geht ja mal gar nicht! Halbe Geschichte und die Highlights ausgelassen, das ist ein Unverschämtheit sondersgleichen.
    Ich erbitte Aufklärung über folgende Fragen:
    – Wer hat den Wattebausch angespitz? War es der Hauptverdächtige?
    – Hat der Hauptverdächtige das Wort vergewaltigt oder hatte er doch einen Komplizen?
    – Welches ist der härteste Gang im Trockner?
    – Schauten die Ohren vom Hasen nach der Übergabe (oder heißt es Übergebung?) und dem Kopf in den Sand stecken noch raus?
    – Wo bleibt die Vorgeschichte?

    Viel Kommentar für Nichtigkeiten. Herzlichste Grüße aus Ironistan
    Die Ventilierpartikel 😉

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