Der Quell des Wissens

Es ist schon ein paar Jährchen her, da hatte ich die Gelegenheit, mir in einem großen Unternehmen verschiedene Abteilungen anzusehen und gleich auch noch ein bisschen hinein zu schnuppern in deren jeweiligen Alltag. Das ganze lief meistens so ab, dass der/die Abteilungsleiter/-in mit mir einen kurzen Rundgang durch die Büros machte und mir dabei überblicksmäßig erklärte, was die Aufgaben waren und wer wofür zuständig war. Die genaueren Details erfuhr ich dann in Folgegesprächen mit den Gruppenleiter/-innen und vor allem beim Training on the job.

In einer Abteilung wurde ich von einer sehr netten Dame mit dem operativen Arbeitsablauf vertraut gemacht. Alles sehr standardisiert. Mich hätten noch die Prozesse interessiert, die dahinter (oder zeitlich davor) ablaufen, ein bisschen Background Info zu dem Arbeitsbereich. Als ich nachfragte, woher sie denn ihre jeweiligen Aufträge bekämen, kam es wie aus der Pistole geschossen: „Aus dem linken Fax“.

Kein Kommentar ….

… außer: Ich verbiss mir dann zum Glück die unverschämte Nachfrage, ob ich eventuell mit jenem gut informierten Faxgerät im Anschluß noch ein paar Worte wechseln dürfte. Aber auch von dem hätte ich in Wirklichkeit nicht mehr erfahren als „Tüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüü“, was übersetzt heißt „Kein Kommentar“.

 

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8 Gedanken zu “Der Quell des Wissens

      1. Trist* und grau. Streit und Grausamkeit. Würde dich ein anderer farbenfroh machen?

        *“Trist“ hat für mich den Anklang eines Waffenganges, einer altertümlichen Auseinandersetzung. Eine beiläufige Suche brachte nur „Strit“ als Streit. Das passt nur halb, und zwar als Anagramm. Das macht mich etwas gram (nicht gebeugt), was auch nur halb passt. „Anna“ würde zu dir passen,

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  1. Irgendwann dieses Jahr hatte ich auch tatsächlich ein Fax erhalten. Es lag vermutlich ca. eine Woche auf dem Gerät rum, bis einer der vielen Menschen, die mehrfach täglich zum danebenstehenden Drucker gehen, auf den Gedanken kam, den Zettel mal anzuschauen und es mir gab. Also nicht, dass ich nicht auch zum Drucker gehe, aber ich hätte noch nicht mal die Frage beantworten können, ob das Faxgerät überhaupt angeschlossen ist. Zum Glück hatte mir die faxversendende Firma die Rechnung parallel als E-Mail geschickt.

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