Ich schaffe das nicht, Frau Merkel

Komische Überschrift, ich weiß. Allerdings ist mir dazu nichts besseres eingefallen.

Gestern las ich einen Beitrag, es müsste in einer Facebook Gruppe gewesen sein. Ja ich immer mit dem FB, ist ja gut. Also, in dieser Gruppe las ich einen Artikel. Der mich sprachlos werden lies. Welcher absolut zu dem Wochenthema passt. Lässt es mich einfach Kommentarlos werden. Schweigsam wie ein Stein in den Alpen. Der nichts zu sagen hat.

Dieser Bericht, war von einer Frau. Einer alleinerziehenden Mutter um genau zu sein. Eine alleinerziehende, die über ihre Erfahrungen berichtet. Darüber, wie es ist, mit drei Kindern alleine auskommen zu müssen. Sich um diese zu kümmern, kaum Unterstützung erwarten zu können. Darüber, dass sie irgendwann ihren Job verloren hatte und deshalb dazu gezwungen war, sich selbstständig zu machen. Da sie aufgrund der Tatsache alleinerziehend, drei Kinder und ihrem Alter, keiner mehr einstellen wollte. Sie keinen Job mehr bekam.

Sie erzählte darüber wie sie sich zerreißen muss, zwischen Arbeit und Kindern. Sie keine Zeit mehr für sich hat. Urlaub eigentlich nicht machbar ist. Wenn sie dies doch tut, beginnt alles, gerade die Arbeit, an zu bröckeln und zu wackeln. Mit ach und krach, viel investierter Zeit usw. schaffte sie es dann doch irgendwie, aus der Abhängigkeit der staatlichen Leistungen heraus zu kommen.

Sie schilderte dennoch, dass sie zwar drei Rentenzahler groß zieht, sie selbst aber wahrscheinlich irgendwann in Altersarmut enden wird. Sie inzwischen an dem Punkt ist, nicht mehr zu können. Sie keine Unterstützung erwarten kann. Sich der Vater doof gesagt, aus dem Staub gemacht hat. Keinerlei Verpflichtungen zu haben scheint. Sich nicht kümmert. Sie ihn nicht mal dazu zwingen kann, dass er sich kümmert. Sie am Rande der Verzweiflung zu sein scheint.

Diese Geschichte hat mich dazu gebracht, zu sagen, dass ich darauf keinen Kommentar mehr habe. Diese Situation wahrscheinlich kein Einzelfall sein wird und es wahrscheinlich auch nicht ist.

In diesem Sinne. Kein Kommentar.

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7 Gedanken zu “Ich schaffe das nicht, Frau Merkel

  1. Trotz der widrigen Umstände habe ich es geschafft!!! Bin auch eine von den armen alten Frauen, verzweifle nicht an meiner Situation und bin überzeugt davon, dass es immer weitergeht … irgendwie.

    Wenn ich mir nicht immer wieder selber gesagt hätte: ich schaffe das, dann hätte ichs auch nicht geschafft.

    Gefällt 5 Personen

  2. Das mit dem “ drei Rentnerzahler“ ist der eigentliche Clou, finde ich, und der erfordert schon einen Kommentar. Die Frau hat vollkommen recht, verbittert zu sein. Denn das Rentensystem baut auf der kollektiven Solidarität der jüngeren gegenüber den älteren Menschen auf (Generationenvertrag): die Jüngeren Beschäftigten liefern hier und jetzt einen Teil ihres Einkommens ab, damit die Alten eine Rente bekommen können. Die jetzt Alten haben das ihrerseits getan, als sie jünger waren etc. Jeder Alte profitiert davon, egal ob er Kinder großgemacht hat oder nicht. Sehr schön.
    Wie aber ist es umgekehrt? Umgekehrt ist die Generation der Älteren nicht kollektiv gegenüber den Jüngeren gebunden, deren gesundes Aufwachsen zu finanzieren. Eigentlich müsste ein Teil der Sozialabgaben der arbeitenden Bevölkerung für den Rentendienst, und ein anderer für den Kinderdienst aufgewendet werden. Aber da schreien dann alle : Was, das würde ja mehr Abgaben oder geringere Renten bedeuten! ja, freilich. Aber es käme der neuen Generation und deren Eltern zugute, die trotz ihres großen Engagements für die Zukunft der Gesellschaft in der Altersarmut landen werden.
    Früher gab es nur das Thema der Altersversorgung, denn Kinder wurden „sowieso“ geboren, und die Mütter standen „sowieso“ für kostenlose Arbeit zur Verfügung. Heute aber?

    Gefällt 3 Personen

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