Salat(b)ar

Klar muss ich auch zu diesem Wochenthema meinen Salat und ein bisschen Dressing zugeben.
Man nehme: Appetit auf was Frisches.
Also so grünes, buntes gesundes Zeugs, was noch knackig ist und beim Kauen in die Zahnzwischenräume rutscht.
Diese Fasern man dann möglichst unauffällig aber schnellstens (denn diese Fussel nerven!) wieder aus diesen „Lücken“ rauspiepeln MUSS.
Das Ganze hübsch angerichtet.

Also Marsch auf, los! HAALLOferkelhund1O!
Aufstehn und losgehn.
Der innere Ferkelhund muss überlistet werden, denn es regnet in Strömen und trotz drei bunten großen eigentlich stabilen Schirmen mag das Tierchen nicht raus.
Versprechender Weise versprach ich ihm ein Würstchen… ein Salatwürstchen…

Es ist so bunt und schön hier.
Dieses „Convenience Food“ – „bequemes Essen zum Mitnehmen…“ ist ja nicht immer Salatig.
Aber auch interessant.
Nee, ich will frisch, vitaminig und bunt.

bild* pixabay.de
bild* pixabay.de

Also weiter, ich sehe Radieschen-Scheibchen, Möhrenstiftel in klein, mittel, groß (groß=fast Pommes).
Grüne Gurken arrangiert in Scheiben, Stiftel, als Blümchen.
Weitere bunte Farben und Formen, alles hübsch zusammengestellt.

 

Es knurrt ganz nahe bei mir.
Das Knurren wird lauter.
Der Ferkelhund will das Würstchen.

Ich versuche unauffällig, dem Tierchen die Verzweiflung und den beginnenden Wutärger zu nehmen. Ihn zu besänftigen.
Weil… naja, also, ich lehne ja totes Tier ab. Also Fleischliches. Was vorher – meistens traurig und sehr leidvoll in Massen“produktion“ – ein (kurzes) Leben leben durfte, musste, konnte…
Menno, ich hab kein Würstchen und ich kaufe auch keins!

Das sonst friedliche treue Tier „in mir“ wird unerträglich. Wieso eigentlich?
Er/es weiß doch, dass ich möglichst nur Pflanzliches und nichts Verstorbenes esse… hm.

Ich hasse diese Plastikdosenboxen!  Muss mal fragen ob man seine eigenen Schüsselchen mitbringen darf.
Ich nehme je einen Löffel, es wird ein fröhlicher herbstbunter Mix aus rot, hellrot-orange-gelb, grün und dunkelgrün.
Alles schick in zarte dünne Streifchen zerschnitten.

Was kippe ich drüber?

Das Knurren wird ganz furchtbar laut und schrill … und wandelt sich um in einen immer schriller werdenden Ton.
WAS IST DAS
Auf mir liegt das kleine schwarzweiße Miezentier und guckt mich mit seinen großen Kulleraugen an.
Offensichtlich war ich eingepennt.
Und genauso offensichtlich bin ich grad aufgewacht. Ohne den Kater zu erschrecken. Höchst selten sowas.
Das Knurren und Schrillen ist weg.
Der Ferkelhund hat aufgegeben.
smfroh

Hier stimmt was nicht.
Ich sollte öfter „ohne Dressing“ nehmen.

 

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2 Gedanken zu “Salat(b)ar

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