Chance vertan

 

Das wär doch was gewesen

Hätte Ernst Moritz Arndt

Über den wir jetzt hier reden

Damals irgendwann erfahren

Wenn wider den Welschen

In deren Hass er sich verzehrte

Von seinen Kinder welche

Mit ihnen den Bund eingegangen wären

 

Oder wenn die Tochter der Marine Le Pen

Oder wenn die Enkelin vom alten Krosigk,

Sich klar dazu bekennen würd: So nicht!

Sich ideologisch von ihrer Mutter trennt

 

 

Tut sie nicht, sie Abziehbild der alten Trutsche.

Schade, und wo ist sie jetzt, die Retourkutsche?

 

brandenburg_gate_quadriga_at_night

 

Bild von א (Aleph), http://commons.wikimedia.org

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5 Gedanken zu “Chance vertan

    1. Die “Retourkutsche“ ist die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Sie wurde von Napoleon als Beute nach der Eroberung Berlins mitgenommen und nach Frankreich gebracht. Nach der Schlacht von Waterloo wurde sie wieder nach Berlin zurückgebracht “retour“ . Deshalb ist sie für mich ein Zeichen für die im 19. Jahrhundert aufkommende “Erbfeindschaft“ zwischen Deutschen und Franzosen (damals abfällig als “Welsche“ bezeichnet). Ernst Moritz Arndt war ein Politiker und Schriftsteller, der Frankreich abgrundtief hasste. Deswegen hätte ich es lustig gefunden, wenn als Retourkutsche eines seiner sieben Kinder eine(n) Franzosen/Französin geheiratet hätte.

      Marine Le Pen ist die Anführerin des rechtsextremen Front National in Frankreich, deren Tochter ist auch in der Partei aktiv. Wenn sie schon Politikerin wird, wäre es eine nette Retourkutsche gewesen, wenn sie sich von der Politik ihrer Mutter distanziert hätte. Dasselbe gilt wiederum für die deutsche Politikerin Beatrix von Storch, die dem nationalkonservativen Flügel der rechtspopulistischen AfD angehört und die Enkelin von Hitlers Finanzminister ist (Zufälle gibt).

      Leider gab es keine Retourkutsche. Schade eigentlich.

      Gefällt 1 Person

      1. wie sagte Einstein…. Gott würfelt nicht. Nun gut. Du hebst die ganze Geschichte auf eine andere Ebene. Vieles von dem, was du schreibst ist mir auch bekannt. Es ist mir nur in deinem Schreibstil für mich etwas unverständlich rüber gekommen. Die Namen ändern sich, aber in der Sache ändert sich nichts. Danke dir. Mein Kommentar war auch keineswegs abwertend gemeint. kam ganz spontan. Luke.

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  1. Naja, das hat er jetzt nicht direkt so gesagt. Wahrscheinlich war er eben ein Fan von Baruch [de Spinoza], was man aber irgendwie auch verstehen kann.

    “Es ist mir nur in deinem Schreibstil für mich etwas unverständlich rüber gekommen.“ Ja, es soll auch ein bisschen verworren klingen. Ich hoffe, dass es trotzdem noch einigermaßen verständlich ist.

    “Die Namen ändern sich, aber in der Sache ändert sich nichts.“ Och, das klingt aber pessimistisch. Manchmal schon. Wahrscheinlich liegt das aber auch an mir, habe ich doch hier eben die Fälle herausgearbeitet, wo genau das der Fall ist.

    “Danke dir.“ Ebenfalls.

    “Mein Kommentar war auch keineswegs abwertend gemeint. kam ganz spontan.“ So habe ich ihn auch nicht verstanden.
    Grüße, Marcello

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