Spieglein Spieglein

an der Wand oder so ähnlich. Spieglein zeigt mir derzeit tendenziell nicht gerade die Schönste im ganzen Land. Aufgrund von Unstimmigkeiten im Hautbild die sehr unrein erscheinen, im Volksmund auch als Pickel bekannt, sollte ich in diesem Fall vielleicht dann doch eher sagen:

Spiegelei Spiegelei an der Wand?

Wie man ein Spiegelei a) an die Wand bringt, b) dieses von dort wieder entfernt, lässt einen selbst vor einer Mammutaufgabe stehen.

Wobei es wohl einfacher ist, das Spiegelei an die Wand zu bekommen, als wieder weg. Moment. Hm. Vielleicht ist es doch gerade anderstrum. Denn bei genauerer Betrachtung stelle ich fest, dass ich spontan nicht die geringste Idee habe, wie man ein Spiegelei an die Wand bekommt.

Schrauben dürfte sich als schwierig erweisen. Aufgrund der weichen Konsistenz dürften die Ende sehr schnell ausleiern so wie ausreißen, was hässliche Fransen verursacht.

Kleber versaut zum einen nicht nur das Ei selbst, dass nach behandlung damit nicht mehr essbar wäre (welch Lebensmittelverschwendung), sondern nicht zuletzt auch die gute Rauhfasertapete an der Wand. Wer hat eigentlich Tapete erfunden? Am besten noch die mit den quitschkomischen Blumen drauf aus den 70er Jahren. Grauenvoll. Ganz zu schweigen davon, dass man die Tapete auch irgendwie an die Wand bekommen muss. Mit Kleber. Aber die Tapete wird davon nicht versaut. Das Schlimmste an der Tapete wiederum ist es aber, diese wieder weg zu fiesseln, wenn sie einem irgendwann nicht mehr gefällt. Aber ich sehe schon ich schweife zu sehr vom eigentlichen Thema ab.

Wie bekomme ich denn jetzt zum Henker ein Spiegelei an die Wand? Ohne das es kaputt geht? Beziehungsweise, wenn es das so rum hängt, geht dann nicht irgendwann, der Schwerkraft wegen, das Eigelt kaputt? Wenn es da so abhängt? Und dann, dann haben wir den Salat. Nämlich Eigelbsalat, der an der Wand wie Klebrige Farbe hinab rinnt. Ganz Toll. Somit hätte man also dann auch die frisch gestrichene Wand versaut.

Man könnte sich dazu nun noch mehrere Lösungansätze überlegen, die man erproben kann um ein Spiegelei an die Wand zu bekommen. Ich spreche hier übrigens von einem bereits fertig gebratenen (oder kocht man diese?) Spiegelei. Nicht von einem Ei, dass geöffnet und an die Wand geschleudert wird. Das wäre ja dann viel zu leicht. Wobei es hierbei auch zu Komplikationen kommen kann. Aber wie bereits erwähnt. Was hatte ich erwähnt? Achso, die Lösungsansätze…jaja stimmt. Also hatt man das Ei an der Wand, hängt es dort wunderschön und man hat sich verkünstelt und kann nun das Werk bewundern, nachdem man höchst wahrscheinlich gefühlt 50 dieser sorte verschwendet hat.

Das entfernen des Kunstwerkes sollte sich im Grunde als leichter erweisen. Man pule es geschickt mit einer Spachtel von der Wand. Um schlussendlich festzustellen, dass man sogar beim Enfernen des Eis von der Wand, die selbige versaut hat. Schlussendlich kommt man dann doch zu dem Schluss, einen Kübel im Baumarkt zu kaufen also einen Kübel Farbe um die gesamte Wohnung neu zu Streichen. Hätte man sich alles im Grunde sparen können. Aber man will ja das Kunstwerk würdigen. Entsprechend sollte man sich dann doc lieber einen Spiegel in die Wohnung hängen und kein Spiegelei.

Denn der Spiegel der Firma Ei erweist sich als wesentlich Pflegeleichter und Anwenderfreundlicher im Umgang. Gerade was das Anbringen und Montieren betrifft. Benötige man dazu lediglich einen Bohrer so wie diverse Schrauben, Halterungen und Dübel. Mit etwas geschick sollte man diesen binnen 1 Stunde an die gewünschte Wand angebracht haben.

Gegen unreine Haut schmieren sie sich nun bitte das übrige Ei in die Haare und begutachten sich, inklusiever neuer Friesur und Haarfarbe, in ihrem neu erworbenen und angebrachten Spiegel an der Wand.

In diesem Sinne.

…und wenn sie nicht gestorben sind dann Eiern sie noch heute!

 

 

 

Advertisements

4 Gedanken zu “Spieglein Spieglein

  1. Schade, dass Herr Beuys nicht mehr lebt. Der hätte das Spiegelei bestimmt irgendwie kunstvoll an die Wand gebracht. Mit Fett und anderem Gedöns hat er ja auch „große“, zeitgenössische Kunst geschaffen.
    Blöd, dass die Putzfrau das damals auf der Dokumenta nicht zu würdigen wusste und die gekünstelte Wanne geschrubbt hat, bis sie wieder glänzte…aber das ist eine andere Geschichte.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s