Jenseits von … der Realität

Lebende Prominente sind mir gleich, heureka wie das jetzt klingt, ausrasten vor Freude würde ich eher stünde plötzlich Salvador Dali, Ludwig van Beethoven oder Sebastian Bach, der verstorbene Komponist nicht der ehemalige Sänger von Skid Row vor mir. Manchmal ändert sich dies jedoch kurzzeitig, zumindest, wenn ich Ungerechtigkeit wittere, so wie gestern als ich in eine Diskussion über die Lugners verstrickt wurde.

Es ist Dezember, somit brach diese Woche beim Broterwerb der Stress aus, was für mich bedeutet mich nicht wie gewohnt mit meinem Mittagessen an meinen Platz zu verziehen. Präsentationen und Besprechungen gehen mit dem sozialen Beisammensein in den Pausen einher. Also nahm ich mein Mittagessen gemeinsam mit diversen Kollegen in der Kantine ein. Nach kurzem belanglosen Smal-Talk folgt eine Frage, welche mein Gehirn dann doch etwas länger beschäftigen sollte. Allerdings war es weniger die Frage als mehr die Aussagen.

„Und… was hältst du von den Lugners?“

„… Verfolge ich nicht …“, meine kurze Antwort, nachdem ich mich frage ob diese Frage tatsächlich soeben gestellt worden war.

Die Kollegin mir gegenüber hat da eine deutlich gefestigtere Meinung, Herr Lugner hätte keine Eier in der Hose, immerhin würde er Cathy (Schmitz) Lugner nicht gegen den restlichen Lugner-Clan verteidigen.

Ich schmunzle, eine Ex-Frau und eine leibliche Tochter, mehr sind und waren in den Medien ja nie präsent, als Clan zu bezeichnen finde ich erheiternd.

Aber Cathy hätte ihn mit seinem Krebs alleine gelassen und einerseits angegeben nicht zu wissen das er überhaupt Krebs hätte aber andererseits behauptet bei jedem Behandlungstermin dabei zu sein, obwohl sie zeitgleich in Paris, mit ihrer schulpflichtigen Tochter weilte … Oha die Diskussion fürs Mittagessen scheint gefunden zu sein, schießt es mir durch den Kopf, wobei sich zeitgleich mein Magen etwas umdreht.

Angestrengt starre ich nach draußen, versuche das vorzügliche Panorama zu genießen, welches mich vor allem in den Dämmerungsstunden erfreut. Aber ich kann die Diskussion einfach nicht mehr ausblenden, ob wahre Liebe oder Geldgeilheit und so weiter und so fort …

Was sich während der Schulzeit, aber auch in der Broterwerbswelt, als großer Vorteil erwiesen hat oder erweist, erweist sich nun als kleiner Fluch, vieles auch was ich irgendwann, irgendwie nur flüchtig mitbekommen habe, schlummert irgendwo in meinem Kopf und wartet nur darauf, durch ein Wort oder eine Handlung wieder nach oben zu kommen … Tatsächlich sehe ich manchmal eine Seite eines Arbeitsbuches oder einer Präsentation genau vor mir.

Seit Wochen schreibe ich an einem Beitrag welcher eigentlich #NoFilter hätte heißen sollen, aber je länger ich daran sitze, desto offensichtlicher wird es das dieser Beitrag wohl nie erscheinen wird, da er wie einige andere Beiträge derart lang wird, dass er wohl eher Potential für ein kleines Taschenbuch hätte …  Man merkt, meine Gedanken drehen, auch jetzt.

#NoFilter scheint in jedem Fall auch das Moto von Richard und Cathy Lugner zu sein. Ist er gereizt neigt Herr Lugner durchaus dazu mal herum zu keifen, ein Grund welcher in Wohl etwas als teilweise ungehobelten Kasperl dastehen lässt. Frau (Ex-) Lugner fehlt der Filter, wenn sie sich nicht an Terminvereinbarungen mit Stargast und Presse hält, was Herrn Lugner, durchaus zu Recht, verstimmt, indem sie vor laufender Kamera meint „Alter, Scheiß dir nicht in die Hose, Ey“

Eine, tatsächlich, kurze Google-Recherche fördert zu Tage das auch das Lugner-Publikum durchaus einen Filter gebrauchen könnte, auch hier liest man von keinen Eiern und Geldgeilheit …

… Ich komme nicht umhin mich zu wundern wie viele Personen offenbar den Inhalt der Lugner-Unterhose inspiziert haben … Aber dabei geht es immer bei sogenannten Shitstorms, Männer müssen entmannt und Frauen sind geldgeile … Damen mit offenen Herzen.

Im Endeffekt stellt man ziemlich bald fest, dass den jeweiligen Fan-Lagern so oder so die Objektivität fehlt, Begebenheiten vergessen wurden um einen der beiden die Opferrolle zu bestätigen, wobei exakt dies das ist was ihrer Ehe wohl den Hals gebrochen hat. Irgendwie inszenierten sich Beide, kurz vor und nach Promi-Big-Brother, als Opfer des Partners. Es passierte was wohl, deshalb, passieren musste, die Scheidung.

Statements der ehemaligen Ehe-Partner werden in Print und Online Medien abgedruckt, unzählige gehässige Kommentare sind aus beiden Fan-Lagern zu lesen, welche obigen Absatz bestätigen, die Objektivität und die vergangenen Begebenheiten, welcher erst zu dieser Fan-Schlammschlacht führten, sind vergessen.

Warum soll ein Mann seine neue Frau gegen den Angriff einer Mutter und Ex-Frau verteidigen, wenn die neue Frau der leiblichen Tochter vor versammelter Büro-Mannschaft der Lugner City und somit der gemeinsamen Arbeitsstätte, hinterrücks, was sehr von Reife zeugt, den Stinkefinger zeigt? Und was wäre die Ex-Frau für eine Mutter, würde sie sich da nicht schützend vor ihre Tochter stellen.

Warum sollte die leibliche Tochter und die Ex-Frau zur Hochzeit mit der neuen Frau kommen, wenn nach dem Stinkefinger-Vorfall, Herr Lugner auch noch in sämtlichen Medien herausposaunt, dass die Stieftochter seine Lieblingstochter sei?

Objektiv betrachtet spricht neben dieser Causa auch Cathy (Ex) Lugners Verhalten und Sprache in den Medien in ihrem ersten Ehejahr, weshalb dann im Endeffekt auch langjährige „Freunde“ Abstand von Herrn Lugner nahmen.

Persönlich denke ich auch nicht, dass Cathy (Ex) Lugners langer Ausflug in die USA um ihre Playboy-Karriere voranzutreiben, im Vorfeld nicht mit Herrn Lugner besprochen war, angekreidet wurde und wird es ihr jedenfalls, ebenso ihr Porsche …

Zugegeben, auch die Forderung nach einem Haus, weil die Ehevertraglich zugesicherte Wohnung nicht zusagte und diese (Forderung) auch noch während der Ehe zu stellen, obwohl sie eine Wohnung erst bei einer Scheidung hätte bekommen sollen, rückt sie nicht in besseres Licht, aber die Beiden werden ihre Gründe für diese Handlungen gehabt haben.

Das tatsächliche Problem ist, dass wir Außenstehenden ohnehin nur spekulieren können und uns dadurch Dinge und Aussagen anmaßen die uns gar nicht zustehen …

Nüchtern betrachtet zweifle ich, ohne sarkastisch zu sein, nicht daran, dass sich eine junge Frau, Mitte Zwanzig, in einen achtzigjährigen Mann verlieben kann und umgekehrt, auch wenn es zugegebenermaßen etwas Grotesk anmutet. Für sie spricht in dieser Causa, dass sie immer wieder beklagte das ihr Mann nicht so oft zu Hause sei wie sie sich dies wünschen würde.

Aber dann doch wieder etwas blauäugig zu glauben das der Besitzer eines Kaufhauses und dann doch irgendwie schillernde Medienpersönlichkeit nicht viel arbeiten würde …

Im Endeffekt sind jedoch jegliche Spekulationen über die Ehe der Lugners oder den Lugner-clan Jenseits von der Realität …

… und in China ist ein Sack Reis umgefallen … deutlich interessanter ist das Beitragsbild (Pixabay) von Comfreak

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3 Gedanken zu “Jenseits von … der Realität

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