Listen… too jour Hard

Oder so.
Ds Lied mag ich sehr, es hat so was „Romantisches“. Nein, DER Song war nicht bei „Pretty Woman“!
Ich hatte das fast so auf dem Kopfschirm, da klingelte es und Guugel sagte, das war „Must have been Love“.

Listen sind toll. Ich hab gefühlte zigtausend davon in meinen bisherigen 16385 Lebensstunden auf dieser Welt gemacht.
Einige davon dürften noch in diversen Schubladen oder Heftern oder Blöcken oder …irgendwo herumtreibend liegen.
Was gibt es nicht alles aufzuschreiben, im alltäglichen Leben oder im Besonderen.
Damit nix vergessen werden kann.

Manches hab ich sogar noch nach Wichtigkeit farblich herausgehoben.
Da gab es „rot“ für GANZ WICHTIG!

Es wäre eine Wohltat zu wissen, OB tatsächlich alles auf diesen Listen bisher (erfolgreich?) erledigt wurde.
Und wenn man dann herausbekommen sollte, das eben nicht alles erledigt wurde, oh jeh, was dann?

In der Schulzeit – da hatte ich Listen für jedes Jahr, was ich an Materialien wie Vokabelhefte, Schreibblöcke mit und ohne Löcher zum Abheften, Füller und Tintenpatronen und so weiter verbraucht habe.
Also Strichlisten.
Das Schlimmste daran war allerdings für mich, jedes Jahr aufs Neue diese Vorschreiberei. Denn Kopierer gab es noch nicht (so wirklich) und dieses „Durchschreibpapier“ nutzte sich zu schnell ab.
Spätestens beim vierten Mal konnte man kaum noch was lesen.
Trotz ordentlicher Schrift!

Diese Strichlisten waren wegen der Finanzen unglaublich wichtig. Nicht für eine „Wiedergutmachung“ („Steuererklärung“? Ich glaub sowas hat meine Muddi nicht gemacht, gab es das damals?)
Denn somit konnte man immer genau erkennen, wieviel Zeugs man in welchem Schuljahr so verballert hat.

Unsere Einkaufsliste wird – wenn – dann sehr gemeinsam überlegt. Ich kann sogar schön klein/platzsparend schreiben.
Wenn wir dann glauben, an alles gedacht zu haben und ich dies notiert habe, machen wir uns los zum Einkauf.
Wobei die Liste dann oftmals – wer kennt das nicht – fein säuberlich auf dem Stubentisch liegt und auf ihre Abholung wartet.

Eine andere Strichliste habe ich als geplagte Zehn- bis Fünfzehnjährige allerdings mit großen Schmerzen geführt.
Sie hatte zwei mal zwei Spalten.
Die ersten zwei waren „Datum“ und „besoffen“.
Die anderen zwei daneben „Datum“ und „verprügelt“.

Denn nicht immer, wenn mein so genannter Stiefvater angetrunken oder ganz besoffen von einer der diversen Feierlichkeiten (z. B. Jagdverein, Parteisitzung, Chorprobe, Chorfeier, Chorauftritt…) nach Hause kam, hat er noch Lust und Kraft zum Verhauen gehabt.
Deswegen habe ich das getrennt aufgelistet.
Wie oft ICH allerdings dann geweint habe, das weiß ich nicht mehr, denn das habe ich nicht verewigt.

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Ein Gedanke zu “Listen… too jour Hard

  1. Das kommt mir bekannt vor. In meiner Kindheit gab es auch Alkohol, zwar wurde nicht geschlagen, aber schlimm und mit vielen Tränen meinerseits verbunden war es dennoch. Ich kann mich an einen Tagebuch Eintrag erinnern, ich war damals zwölf. In dem hatte ich über den Tag den Betrunkenheitsgrad meiner Mutter notiert. Von beschwipst gegen 18 Uhr bis zu total besoffen um ein Uhr nachts.

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