Anfang und Ende

Dieses Thema zum Jahresende zur Wahl zu stellen, hat mal wieder was Besonderes.
Man möchte einfach losschreiben, doch halt – nicht dass es wieder zu inhaltsgleichen Reinlesungen kommt 😉

Der „Anfang“ fängt an, es beginnt etwas neu.
Es startet, bricht an, springt ur („urspringt“ klingt auch komisch).

Nun ja, also nochmal ganz von vorn.
Am Anfang – da ist (meistens) alles neu. So anders.
Es beginnt etwas, meist etwas was noch nicht „da“ war.
Wir stellen uns, ob unbewusst, notgedrungen oder freudig erregt diesem Neuen, Anderen und harren der Dinge die da kommen mögen.
Oder werden dabei aktiv… oder so weiter.

So geht das weiter. Irgendwas fängt immer an.
Ein neuer Tag zum Beispiel.
Spätestens wenn ich (ganz frühmorgens…morgens…vormittags…) etwas fellweiches an meiner Nase vorbeikitzeln spüre
und daraufhin meinen mit einem Auge halbgenauen Blick in Richtung Fenster lenke und dort keine Stockfinsterheit mehr herrscht…
weiß ich, das ein neuer Tag begonnen hat.

So ein neuer Tag ist was Feines. Er hält doch immer wieder Überraschungen bereit.
Heute zum Beispiel auch wieder was Ungewöhnliches:
Unsre Mieze hat sich vom neuen, uns bisher selten besuchenden jungen Nachbarn streicheln lassen!
Einfach so!
Nagut, der junge Mann war auch sehr sanft und vorsichtig. Also er hat es irgendwie geschafft, dass sie erstens keine Angst vor ihm bekam, zweitens sie ihre Divenhaftigkeit für einen kurzen Moment vergaß und drittens dass sie es sogar sichtlich genoss! Sie streckte ihm ihren Hals entgegen!
Unglaublich!

Und sie hatte noch nichtmal ein schlechtes Gewissen!
JUHUUUU ich hoffe, das ist ein ganz besonderer Anfang.

Das mit dem Ende, also ich weiß nicht.
Ende ist immer so endgültig.
So „nicht wieder zurückholbar“.
So „fertig“.

Aber nach einem Ende kommt ja immer ein neuer Anfang und dann wieder ein Ende und so weiter …
Diese Zeit ist so schnell… und doch hat immer noch jede Minute genau sechzig Sekunden!
Und jede Stunde hat immer noch genau sechzig Minuten!
Warum kommt einem das mittlerweile so häufig viiiiiel schnell-lebiger vor?

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2 Gedanken zu “Anfang und Ende

  1. Ich denke weil wir kaum noch Momente zum Inne halten haben. Mobiltelefon, Soziale Medien, Fernseher, Radio, Arbeit, Sport, Zeit mit dem Partner, etc… Irgendwie sind wir immer mit irgendetwas schwer beschäftigt, ich z.B. sehe (auch im Sommer) nur verwaiste Verandas … die Zeit in der man sich einfach zurücklehnte und gar nichts passierte scheint vorbei … Nachrichten wollen gleich beantwortet werden, früher musste man warten bis die Post die Zustellung erledigt hatte ..Bis man sich mal bewusst aus dem Zirkus rausnimmt …

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