Jahreswechsel

Reim ist bloß ein Wortspiel pen-1584239_1920
wenn zwischen den durch den Reim
verbundenen Worten
keine innere Verbindung besteht.
(Stefan George)

Manchmal denke ich, dass das Jahresende wie ein Gedicht ist. Denn wenn ein Vers zu Ende geht, so endet er entweder einfach mit einem Punkt oder einem Komma oder der Vers geht im nächsten Vers weiter.

Genauso ist doch am Jahresende. Natürlich gibt es Dinge, die am 31.12. eines Jahres enden, wie z.B. der Veranlagungszeitraum für eine Steuererklärung oder der Terminkalender aus meiner Handtasche. Solche Dinge sind wie die Verse, die doch mit einem Punkt oder einem Komma enden.
Aber was ist mit den anderen Angelegenheiten? Die kleinen Freuden, aber auch die Probleme kann man nicht einfach so um Mitternacht abhaken (ja, okay, mit genug Alkohol funktioniert das zu mindestens für einen kurzen Moment).

Und genauso wie in jedem neuen Vers neue Worte dazukommen, so kommen in jedem neuen Jahr neue Erfahrungen dazu.

Genau deshalb mag ich Gedichte.
Sie sind so abwechslungsreich wie das Leben. Sie lassen mit ihrem Metrum immer einen leisen Unterton anklingen, den das Leben durch Gefühle vermitteln kann. Sie wecken durch die stilistische Gestaltung Assoziationen und Bilder, die das Leben durch Gedanken erzeugen kann.

Gedichte. Jahreswechsel. Anfang und Ende.
Drei Schlagworte, die perfekt zusammenpassen, oder?

//Viele liebe Grüße
von Kathrin

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2 Gedanken zu “Jahreswechsel

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