Ein sinnloses Vorsatz-Gespräch

„Na, schon Vorsätze fürs neue Jahr gemacht?“

„Vorsätze? Was ist das? Ein Satz vor einem Satz? Was macht das für einen Sinn?“

„Hä? Versteh ich nicht. Ich meine, hast du dir für das neue Jahr schon was vorgenommen?“

„Noch so ein vor. Es gibt so viele vor’s. Vorgenommen, Vorkommen, Vorsatz, Vorsätze, Voreingenommenheit, Vorwegnahme…. Warum nicht nach?“

„Du bist ja schräg drauf heute. Ich wollte doch nur höflich sein und ein bisschen Konversation betreiben. Aber gut, dann halt nicht. Dann wünsche ich dir einfach einen guten Rutsch ins neue Jahr und immer vorsichtig sein.“

„Ha! Noch ein vor. Vorsicht. Dabei wäre ich viel lieber nachsichtig. Das habe ich mir nachgenommen.“

„Nachgenommen? Das Wort gibts doch gar nicht.“

„Da stellt sich die Frage, warum? Wahrscheinlich, weil wir unsere Vorsätze doch nie einhalten und das, was wir uns vornahmen, nicht nachnehmen können, da das Vorkommen nicht zu Nachkommen führt. Oder doch?“

„Das ist mir zu viel am frühen Morgen. Nachkommen sind doch Kinder, Enkel… Das kann man doch nicht in dem Zusammenhang verwenden.“

„Ich hatte mir vorgenommen, Nachkommen zu bekommen. Aber unvoreingenommen war ich doch voreingenommen ohne Einkommen kein Auskommen.“

„Also, ich geh jetzt. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und hoffentlich sind deine philosophischen Anwandlungen nicht ansteckend. Mein Vorsatz fürs neue Jahr: gehe Philosophen aus dem Weg.“

„So ist das mit den Vorsätzen, sie werden nicht eingehalten. Oder hast du unsere Verabredung für Morgen vergessen?“

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5 Gedanken zu “Ein sinnloses Vorsatz-Gespräch

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