Nicht gedankenlos aber auch nicht vorsätzlich in das Jahr 2017

Mir deucht die heutige Überschrift ist eine grammatische Katastrophe, welche gelesen auch nicht tatsächlich das ausdrückt was gemeint ist. Aber ich lebe nun mit ihr oder diesem Umstand. Das Thema der Woche des Mitmachblogs ist Vorsatz, da ich kaum nach Vorsatz handle, was einer gewissen Spontanität geschuldet ist, kann ich auch nicht vorsätzlich in das Jahr 2017 starten …

Der Gegensatz vom Vorsatz wäre, laut allwissendem Google, Gedankenlosigkeit … Durchaus hier und da etwas Gedankenlose verbiete ich mir dennoch mir diese Eigenschaft zuzuschreiben.

Nicht müde es immer wieder erneut, an verschiedenen Stellen zu erwähnen, erwähne ich es nun auch hier, Leben ist nun einmal was passiert während man andere Pläne dafür macht. So dachten der Galan und ich im August noch nicht einmal an Umzug und begannen im September damit unseren Umzug zu planen … Nachdem wir uns Anfang 2016 noch ziemlich sicher waren noch einige Zeit in unserem Knusperhäuschen zu verbringen … Verrückt.

Noch Verrückter wird es, wenn man den Vorsatz psychologisch zerlegt, ein Vorsatz besagt das man in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen möchte. Definieren wir den Vorsatz nun genauer nach einem gewissen Peter M. Gollwitzer, seines Zeichens Sozialpsychologe und Hochschullehrer in New York, brauchen wir für einen Vorsatz auch eine Spezifikation von einem Ort, einer Zeit und einer Situation X welche wir als gegeben hinnehmen … Kompliziert.

In der Besprechung am Montag, werde ich auf den Putz hauen.

Bei meinem Mitarbeitergespräch im Juni, werde ich meinen Chef die Meinung geigen.

Zu unserem Jahrestag werde ich meinen Partner mit einem Abendessen bei Kerzenschein überraschen.

Dies wären Vorsätze. In jedem Fall könnte ich dies so interpretieren, dass ein Vorsatz für ein Jahr gar nicht funktionieren kann, wodurch sich nun alle Sportmuffel vom schlechten Gewissen befreien dürfen, ein Jahr oder auch Jahresbeginn ist wohl zu wenig Spezifikation.

Somit treffen wir alle, im psychologischen Sinne, wohl eher Zielintentionen, hier möchten wir etwas Bestimmtes erreichen, Handlung oder Spielraum sind hierbei eher undefiniert.

Ich möchte ein Pferd haben.

Ich will mein eigenes Unternehmen aufbauen.

Ich möchte mehr Sport treiben.

Ich möchte gesünder leben.

Aber selbst, wenn wir nun 2017 hinzufügen, bleibt unserer Zielintention noch immer etwas Waage, da wir den Zeitraum innerhalb der 365 Tage oder im Schaltjahr 366 Tage, nicht näher definieren.

Apropos Schaltjahr, gestern oder doch heute hatten wir eine Schaltsekunde, da die Erde eben doch mehr als 24 Stunden auf ihrer nicht ganz runden Umlaufbahn, um die Sonne herum, braucht … Ich plädiere ja noch immer für den 25 Stunden Tag … In jedem Fall würde die Sonne in einigen Jahren ohne Schaltsekunde erst zu Mittag aufgehen, also zu jener Zeit wo sie im Winter unterzugehen pflegt.

Theologisch betrachtet funktioniert das Ganze mit dem (guten) Vorsatz, welcher seines Zeichens die Voraussetzung für die Reue bei der Beichte ist, auch nicht wirklich, zumindest nicht bei mir, was wohl der Grund ist, weshalb man meinen Glauben nicht gelehrt bekommt, was womöglich daran liegt, dass es eben mein Glaube ist.

Ich komme nicht umhin zu bemerken, dass Theologie ohnehin ein Wespennest ist in welches ich nicht gerne hineinsteche und einfach viel zu viel Raum für Interpretation lässt und ich den römisch-Katholischen Glauben wohl stets anders interpretierte als jene welche in Leben und/oder Lehren.

Da gab es einmal eine Diskussion aufgrund der körperlichen Liebe vor der Ehe und dem angeblichen Verbot selbiger durch die Bibel, welcher mir gegenüber mit irgendeinem Passus

„… das Ehebett soll unbefleckt gehalten werden …“

Begründet wurde, was ich wiederrum eher auf eines der Gebote oder schlichtweg Treue auslegte

Schließlich legte ich damals, wobei es in der Diskussion ursprünglich um den Vorsatz der Beichte geht, noch die Schippe mit der Erbsünde oben drauf, welche der Sündenfall (Essen vom Baum der Erkenntnis) zu Grunde liegt, wie könne ich mit (gutem) Beichtvorsatz ein guter Christ sein wenn ich die Erbsünde, scheinbar gedankenlos meinen Nachkommen auferlegte?

Ups, schon reingestochen, aber die genaue Wiedergabe jener und anderer Diskussionen über Theologie sprengen hier ohnehin den Rahmen.

Rechtlich gesehen wird das Ganze dann noch komplizierter, weshalb ich den eigentlich witzig gemeinten Absatz nun doch gänzlich löschte, zu viel falschversteh-Potential

Im Endeffekt muss ich wohl zu dem Schluss kommen das ich keine Vorsätze, sondern Zielintentionen für das neue Jahr treffe …

Wie jedes Jahr fallen einige Zielintentionen weg, neue kommen hinzu und einige werden verändert … so ist das Leben nun mal und so bleibt mir auch ein schlechtes Gewissen weitestgehend fern.

 

Eine meiner Zielintentionen ist es meine Bildquellen häufiger zu nennen, sofern ich ein Fremdbild benütze, wie dieses Mal erneut Pixabay mit einer leicht veränderten Version eines Bildes von geralt …

Und weil es soeben schon wieder passierte meine Schnurr und Schnurlos-PC-Maus weniger häufig auf den Boden knallen zu lassen …

Advertisements

Ein Gedanke zu “Nicht gedankenlos aber auch nicht vorsätzlich in das Jahr 2017

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s