Unterwegs: Auf der Straße

Vor ca 1 Stunde trat ich den Feierabend und somit den Heiweg an. Was soviel bedeutet wie: Zum Parkplatz latschen, ins Auto setzten, heim fahren. Einfach so heim fahren war allerdings nicht. Schien nämlich ein dezentes Verkehrschaos ausgebrochen gewesen zu sein.

Hatte nämlich am späten Nachmittag, der Schneefall ziemlich stark eingesetzt. Was zur Folge hatte, das der Räumdienst beinahe nicht mehr hinterher kam. Eine dicke Schneedecke war entsprechend auf der Straße auffindbar. Die Schneedecke und auch das Schneegestöber, zwangen mich und die anderen Autofahrer dazu die Geschwindigkeit dem Wetter anzupassen.

Ich musste mich zwar doch irgendwie ziemlich konzentrieren, dennoch hatte ich Zeit, den heutigen Arbeitstag nochmal zu überdenken. Runter zu kommen. Befand ich mich heute doch etwas länger auf der Straße, als ich  das sonst auf dem Heiweg tun würde.

Auf den Straßen in der Stadt ging es heute nämlich ziemlich zu. Menschen hier, Mensch da, Menschen überall. Manchmal dachte ich mir, meinen Teil über den ein oder anderen. Gerade gegenüber Menschen mit Behinderung. Jeglichen Respekt verloren oder erst garnicht gelernt.

In der Fußgängerzone erlebte ich mehrfach, dass sich viele Menschen an mir vorbeidrängelten und mir vor den Rollstuhl liefen, den ich vor mir her schob. Häufig musste ich aprubt abbremsen, da ein Passant es nicht abwarten konnte. Oder ich ihm zu langsam war. Zu langsam im Schieben eines Rollstuhls, mit einem Gesamtgewicht von 60 kg. Bergauf. Überlegte mir manchmal ob ich fragen sollte, ob wir tauschen sollten.

Im Einkaufscentrum wurde es nicht besser. Eine der Türe, eine Automatiktüre. Für mich als Begleitperson eines Rollstuhlfahrers gerade recht. Türen in den unmöglichsten Position aufhalten viel hier netterweise aus. Die bösen Blicke und in den Weglaufenden Menschen waren dafür umso gehäufter.

Kopfschüttelnde Menschen, die an mir vorbei laufen. Randbemerkungen, ich würde den ganzen Weg blockieren. (Sorry, der Mensch da sitzt halt im Rollstuhl! Sei mal froh das dus nicht tust! *Es folgten gedankliche Ausführungen die ich hier allerdings nicht weiter bekannt geben möchte*). Böse Blicke,als ich an der Kasse versehentlich jemanden in die Hacken fuhr.

Andere Leute wiederum das genaue Gegenteil. Türen wurden aufgehalten, der Weg wurde frei gemacht. Ausserdem wurde einem Hilfe angeboten, als man den Glauben an die Menschheit schon beinahe verloren hatte.

Jaja, man sehe und Staune. Auf der Straße fällt einem so einiges auf. Gerade dann, wenn man mehrere der Spzies Mensch dort antrifft. Sich diese dort auf einmal häufen. Dann. Genau dann, häufen sich die Geschichten die das Leben zu schreiben vermag.

 

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2 Gedanken zu “Unterwegs: Auf der Straße

  1. Hat dies auf Pferdig unterwegs rebloggt und kommentierte:

    Auf der Straße und unterwegs, passieren einem dann doch so einige erzählenswerte Geschichten.

    Geschichten, die dann sogar zum Thema der Woche, beim MMB passen.

    Würde man nicht glauben.
    Das neue Thema der Woche auf dem MMB ist übrigens „Auf der Straße“

    Da kann man jetzt einiges hinein interpretieren, wenn man das will. Gezwungen wird dazu natürlich niemand.

    Wer den ganzen Text lesen will, kann dies gerne auf dem Mitmachblog machen, in dem man ganz einfach dem Blauen weiterlesenknopf folgt. Dort wird man dann direkt auf den Beitrag weiter geleitet, der auf dem MMB erschienen ist.

    Und wenn man schon auf dem Mitmachblog gelandet ist, kann man auch gleich die Beiträge der anderen durchforsten und dort vielleicht auch ein kurzes Sternchen hinterlassen.

    Gefällt mir

  2. Wenn es auf der Straße immer und allerorten so zuginge wie heute, dann wollte ich ab sofort nur noch Schnee. Das entspannte Fahren war aber wohl eher dem Datum geschuldet als dem Wetter. Und die dank Staufreiheit eingesparte Zeit habe ich wohl mit Autofreischaufeln und Eiskratzen verbracht 😉

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