Auf der Straße??? Nicht HIER!!!

Der absolute Wahnsinn. Wirklich. Mitten auf der Straße!
Ich konnte es nicht fassen, was da alles „los“ ist!
Dachte sich auch mein Begleiter und
drehte sich um. Einfach so. Ich hielt fest und drehte mich notgedrungen mit.

Ein Labradormischling  – ich weiß allerdings nicht mit was er „gemischt“ wurde –
dessen Rückenhöhe der meiner durchgestreckten Knie entspricht und der die gefühlte Zugkraft einer 750er Suzi hat…
dreht sich nicht ohne sein „Anhängsel“ am anderen Ende der Leine um.
Vor allem dreht er sich sehr schnell und sehr kraftvoll um.
Was ich derzeit – nach den Weihnachts- und Neujahrsfesttagen unfeststellbar! – wiege und somit an physikalischer Gegenwehr einzusetzen habe, kann ich wirklich nicht preisgeben!
Es muss reichen, wenn ich wahrheitsgetreu sage: er schafft mich doch (noch).

Also heute wieder Gassirunden, mit beiden Hunden nacheinander. Weil beide gleichzeitig ein Mindestgewicht von … ääähmmm… also so um die 150 Kilo??? … voraussetzen. Am andern Ende der Leine(n) selbstverständlich.
Und weil Hunde-Frauchen mit Hunde-Herrchen-Ehemann über den Tag weggefahren sind. Natürlich bejahte ich freudestrahlend die bittende Frage, ob ich dann vielleicht… also wenn es mir nichts ausmacht…???

ohne worte
ohne worte

Die Kleinere der beiden ist so unglaublich süß. Die Ohrenspitzen wackeln bei jedem ihrer Schritte. Ihre eigentlich so dünnen Beinchen flitzen über die Wege was das Zeug hält. Sie zieht an ihrer „Rückholleine“ bis die nicht weiter nachgibt und kommt dann zurück. Holt sich ein Streicheln ab und flitzt wieder nach vorn. So geht das die Gassirunde lang und alle sind entzückt, die uns begegnen.
Wenn wir uns der heimischen Haustüre auf hunderte von Stadtmetern nähern, fängt sie allerdings an, während des Laufens so merkwürdig mit ihrem Hinterteil zu wackeln um das ZIEHEN damenhafter aussehen zu lassen. Also sie sieht herrlich dabei aus… SIE!
Sie spurtet also heimwärts und ich muss nix mehr machen ausser Lenkung der Leine und Hacken nach oben.

Der Große nun, also… ich hab schon größere Hunde gesehen, er wirkt aber offensichtlich GROSS. Auf andere.
Er zieht. Irre schnell und irre stark. Er hört zwar auf „Fuss“, ich kann ihn dann „kurz“ halten, am Halsband.
So gehen wir dann überall dalang, wo es notwendig ist, ihn kurz zu halten, weil er sonst andere umrennt.
Er hält nämlich seinen Kopf fast nur nach unten und schnüffelt. Er „liest seine Hundetageszeitung“. Ständig.
Deshalb ist das „Kurzhalten“ für mich auch Spocht.

guck mal

Wenn wir uns mithilfe des Kurzhaltens ziemlich zielstrebig dem ersten Park nähern, wird alles spochtlicher.
Dort angekommen, schaue ich mich erst um ob andere Vierbeiner zu erspähen sind und dann lasse ich die Leine locker.
Was für ihn das ersehnte Zeichen ist, sich zur ziehenden, den Boden absuchenden Zug“maschine“ zurückzuverwandeln.
Wer nun wen an der Leine hat… frage ich (mich) nicht mehr.
Ich werde nicht als „Dogwalkerin“ vom Hundeprofi ausgezeichnet!
Das will ich auch gar nicht!
C…s und ich verstehen uns bestens!

Meistens jedenfalls. Besonders an der einen Treppe.
Dort üben wir nämlich in Kurzhaltung das „Streppenaufsteigen und -Absteigen“
ohne das der Gassimitgeher-Mitgezogenene sich dabei mehrfach überstolpert oder blaue Flecken einhandelt.
Wir üben das immer wenn wir an DIESER Treppe ankommen.
Da macht er mit. Eins A! Er setzt seine großen Pfoten in nahezu gleicher „Geschwindigkeit“ auf die Stufen wie ich meine Füße. Wobei ich ja nur zwei Füße habe, er aber vier Pfoten!!!

NEIN ich habe davon leider kein Foto oder gar Video.

Das wäre auch vermessen. Der Hund ist fotogen! Ich DORT aber nicht (mehr!).

Egal. Straße! Da wo ich IMMER anhalte UND kurzhalte!
Weil es IHN überhaupt nicht interessiert das er (mich) auch da NICHT einfach so los- oder weiter ZIEHEN sollte!
Und heute – ja – HEUTE – nein, C…s liest hier nicht mit und kann daher nicht wissen was das Wochenthema ist!!! – heute blieb er plötzlich und ohne Vorwarnung mitten auf der (einen) Straße stehen. Einfach so.
Die Straßenbahnschienen waren aufgrund leicht frierenden Nieselregens glatt und da ich ja nicht vorgewarnt war… rutschte ich beim „Weitergehen“ etwas aus.
Mein Ausfallschritt war sicher verbesserungswürdig und ich bin immer noch glücklich verwundert, das niemand zu Schaden kam…
bei dem Anblick.
Wobei ich nebenbei noch erwähnen möchte, dass ich selbstverständlich eine verantwortungsvolle Gassigeherin bin und immer erst schaue OB was kommt… bevor ich mit oder ohne Hund über die Straße gehe! Somit war die Wahrscheinlichkeit, unter RÄDER zu kommen, nahezu unwahrscheinlich.

Er drehte sich dann um, das hatte ich anfangs ja erwähnt.
Ich drehte mich mit um, mein Ausfall-Wegrutsch-Schritt drehte sich demzufolge auch und wir waren wieder eins.
C…s ist ein lieber großer Hund. Sehr fürsorglich! Naja, er schaut dann halt wo sein von ihm ja mitgezogenen Gassigeher bleibt und stupst ihn an. Ich kam vor einigen Wochen mal in DIESEN Genuss und wurde umgeschubst. Er meint das lieb, klar.

Jedenfalls – als wir beide wieder glücklich vereint und ich mit leichtem Ziehen an den Innenseiten meiner Beine… auf dem Fußweg waren… waren auch plötzlich wieder AUTOs auf der Straße!
Die Ampelschaltungen dieser Stadt sind eindeutig Hunde´- und Gassigeherfreundlich!
Ich überlege, ob ich dem Stadt-Straßenampelverwaltungsamt ein Dankesschreiben schicken soll.

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Ein Gedanke zu “Auf der Straße??? Nicht HIER!!!

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