Das Wunder des Winters

Winterwunderland. Pffff.

Ich mag den Winter. Ich finde es auch schön, wenn es richtig feste schneit. Sieht alles außerdem so ruhig und friedlich aus, wenn es verschneit ist. Alles in seine weiße Pracht gehüllt.

Außerdem kann man dann Snowboarden gehen. Wenn es nur nicht so teuer wäre.

Eignet sich der Schnee auch total gut, um beim Reiten, dass geliebte Tier, auszupowern. Zieht die Kälte und das reiten durch Tiefschnee doch einiges an Energie. Außerdem lässt sich so wundertoll die Kondition aufbessern.

Aber dieses Wunderland hat auch seine Schattenseiten. Wenn es dann wieder Minusgrade hat. Man meint man erfriert und mutiert zum Eiszapfen.

Gerade beim Misten muss ich diese Erfahrung derzeit des Öfteren machen. Tagsüber Offenstall. Im Stall selber, genau so kalt wie draußen. Die Tränkekübel vereist. Ganz zu schweigen von der Wasserwanne draußen.

Regelmäßiges aufschlagen der Wasserbehälter ist da eigentlich schon vorprogrammiert. Bekommen die Pferde das Eis zwar bis zu eine bestimmten Punkt selber mit der Nase kaputt, aber irgendwann schafft es auch die durstigste Pferdenase nicht mehr.

Pferdeäpfel ähneln dann auch eher ziemlich hinterlistigen, harten Wurfgeschossen, die man aus dem Streu pult. Weil die nämlich auch gefroren sind. Während dem man diese dann einsammelt, werden die Finger klamm. Trotz Handschuhen. Sind nämlich sämtliche Ausmistgerätschaften ziemlich kalt. Die Finger werden steif, kalt und man friert beinahe an der Spänegabel fest. Die Zehen, die eigentlich in Termogummistiefeln stecken, spürt man auch schon lange nicht mehr.

Aber die Pferde freuts. Und das ist manchmal dann auch schon wieder eine Wiedergutmachung. so irgendwie.

Allerdings hat es das Winterland auch auf den Straßen, Faustdick hinter den Ohren. Mit Vorliebe dann, wenn man auf dem Weg zum Nachtdienst ist. Abends, wenn dann eh keiner mehr Bock hat raus zu gehen.

Straßen verschneit, der Schneepflug kommt nicht mehr nach. Verlängerte Zeiten, bis man bei der Arbeit ankommt. Ungeräumte Tiefgaraschen Auffahrten, weil der Hausmeister nur etwas 2 bis 3 mal am Tag mit der Fräse die Auffahrt räumt. Man sich fragt, wie komme ich da eigentlich jetzt raus.

Ganz zu schweigen was am nächsten Morgen, nach Dienstende, los ist. Hat man nämlich das Vergnügen entweder, sein Auto unter 10 cm Neuschnee auszubuddeln oder eine 5 cm dicke Eisschicht abzukratzen. Und dass in einem Zustand des Schlafmangels, in dem man eigentlich nur noch nach Hause und ins Bett möchte.

Hat das Winterwunderland seine schönen aber auch seine nicht so schönen Seiten. Eindeutig und nicht abzustreiten.

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