Kleine Schwester

Der Campingwagen. Papa fährt. Geborgenheit, absolute Sicherheit. Papas können gut Auto fahren. Wir spielen während der Fahrt kleine Ratespielchen mit unseren Eltern.

Ein Riesenspaß – weil ich immer gewonnen habe. Gut meine Schwester ist 3 Jahre jünger. Dennoch waren es unvergessene Momente des Triumphes.

Meine kleine Schwester war in Urlauben stets bei mir (im Wortsinn) und – hat nicht genervt. Schwer vorstellbar.

Aber meine Schwester war so oder so nicht ganz normal. Mal verschwand sie für eine halbe Stunde. Sie kam dann mit einem  (wir hofften) Blaubeerverschmierten Mund zurück. Sie saß dann ihrer Aussage zufolge in einem Busch um die Ecke und hätte uns „nicht gehört“. Was ich mir bei den hysterischen Rufen meiner Mutter schwer vorstellen konnte. Mal kam sie mit Badelatschen in Größe 44 um die Ecke. Waren ihre. Hatte sie sich gekauft. Knallhart. Ohne rot zu werden. Minuten später kam ein verzweifelter Camper hilfesuchend und barfuss an unserem Stehplatz vorbei.

– Sind das zufällig Ihre?

– Ja, Dankeschön! Wo haben Sie die denn her? Die standen doch IN meinem Wagen.

Betretendes schweigen aus dem Zeltdach des Wohnwagens.

– Keine Ahnung, muss wohl ein Hund gewesen sein. Schönen Tag noch!

Meine Schwester neigte generell dazu, unsere Familie in unangenehme Situationen zu manövrieren. Aber es wurde nie langweilig mit ihr. Das sind sehr gegenwärtige, schöne Erinnerungen. Sie haben meist mit der kleinen Schwester zu tun. Das sagt viel oder?

Ein großer Bruder

 

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