Was einen hindert…

Behinderung – das Wort ist umstritten. Manchmal denke ich, „Einschränkung“ klingt einfach angenehmer.
Die Fragestellung lautet ja „Was verstehen wir eigentlich unter Behinderung?„…
ICH verstehe darunter, das mich oder andere etwas „hindert“ oder „einschränkt“.
Etwas zu tun, etwas zu können, etwas zu schaffen, etwas zu erleben…
zu laufen, essen, gehen, sehen, trinken, spielen, erkennen, lesen, reden, schlafen, träumen, singen, schreiben…

Auch ohne berufliche Qualifikation war ich schon immer eher achtsam mit Blicken, Äußerungen oder Gesten.
Als „Klein-“ Kind – man achte und staune – wurde ich dazu erzogen, Respekt vor allen anderen, im Besonderen aber vor Älteren, zu haben.
Was unter anderem bedeutete, in der Straßenbahn für „ältere“ Menschen aufzustehen und den Platz anzubieten.
Wobei ich als Kind nicht wusste was „Alter“ ist und auch nicht nach dem Alter „gefragt“ habe, ich habs einfach gemacht.

Bildquelle: http://magazin.partners/liebe-mit-behinderung-kann-solche-beziehung-gluecklich-sein/
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http://magazin.partners/liebe-mit-behinderung-kann-solche-beziehung-gluecklich-sein/

Also Respekt vor anderen, egal wie „alt“, groß, klein, dünn, dick, schief, gerade, blond, bunt, fleckig oder sonstwas.
Was danke ich – trotz allem schlechten Erfahrungen – dafür, dass ich dies so erfahren durfte.

Behindert ist in meinen Augen nur der- oder diejenige, der/die (das) ANDERE nicht respektiert.
Jedes Wesen hat einen Körper und eine Seele, einen Geist, einen Charakter und Gefühle.
Jedes Wesen sollte somit geachtet und beachtet werden. Sorgsam, umsichtig, behutsam.
Keiner sollte sich „schämen“ müssen, sich „verstecken“ müssen, sich bemühen „müssen“.

Es ist kein „Akt“ einem anderen Menschen die Türe aufzuhalten, damit die (zurückfallende) Tür ihn nicht umhaut.
Es ist erst recht kein Ding, einem Menschen im Rollstuhl die Tür SO aufzuhalten, dass er auch durchfahren kann.
Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, mit anderen Menschen UND Tieren respektvoll umzugehen.

Da passt wieder – als Fazit – eine meiner wenigen „Lieblingsweisheiten“:
WAS DU NICHT WILLST, DAS MAN DIR TU´, DAS FÜG´AUCH KEINEM ANDERN ZU!

 

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5 Gedanken zu “Was einen hindert…

  1. Ich bin selber zu 60% Schwerbehindert um das Wort einmal zu nennen, was mir der Staat amtlich bescheinigt hat. Ich selber sehe mich aber eben als eingeschränkt in meinem Handeln und meinen Möglichkeiten. Ich bin gehindert… Toller Beitrag, liebe Grüße Michi

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