Die kleinen Behinderungen im Alltag

„Glück empfinden zu können, accessibility-1682903_1920
ist eine Fähigkeit,
die Menschen
mit und ohne Behinderung verbindet.“
(Richard von Weizsäcker)

Oftmals wird das Wort „Behinderung“ im Zusammenhang mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung eines Menschen verwendet. Daher könnten wir auch uns entsprechend dem Thema der Woche mit dieser Bedeutung des Wortes beschäftigen und beispielsweise diskutieren, ob wir glauben, dass Inklusion in Deutschland funktioniert.

Aber das wollen wir gar nicht.

Für uns zählen vielmehr die kleinen Behinderungen im Alltag:

  • die leere Kugelschreibermine, wenn man während eines Telefonats etwas Wichtiges notieren muss
  • die defekte Kaffeemaschine, wenn nur ein guter Kaffee die Laune verbessern könnte
  • das Computerupdate, das länger zum Herunterladen braucht, als wir zum Erledigen der Dinge am PC
  • der überkochende Inhalt der Porzellanschale, obwohl der Inhalt laut Experimentieranleitung noch gar nicht hätte kochen dürfen, und man selbst noch mit anderen Vorbereitungen beschäftigt ist
  • der stets zu weit entfernte Kartenschlitz des Parkautomaten an der Schranke, wenn man gerade das Parkhaus verlassen wollte

Diese Behinderungen schränken uns nämlich für einen kurzen Moment ein, an der Gesellschaft teilzunehmen, so wie es auch die zuerst oben erwähnte Bedeutung des Wortes  leider oftmals tut.

Trotzdem bemühen wir uns, mit kleinen Tricks die Behinderungen des Alltags zu integrieren bzw. „Inklusionsmaßnahmen“ zu ergreifen:

  • die leere Kugelschreibermine, wenn man während eines Telefonats etwas Wichtiges notieren muss
    -> immer schon einen Bleistift in greifbare Nähe legen
  • die defekte Kaffeemaschine, wenn nur ein guter Kaffee die Laune verbessern könnte –> statt Kaffee lieber Tee
  • das Computerupdate, das länger zum Herunterladen braucht, als wir beim Erledigen der Dinge am PC
    –> die Dinge am Handy erledigen und später auf den PC übertragen
  • der überkochende Inhalt der Porzellanschale, obwohl der Inhalt laut Experimentieranleitung noch gar nicht hätte kochen dürfen, und man selbst noch mit anderen Vorbereitungen beschäftigt ist
    –> mit einem Glasstäbchen wie in der Küche zu Hause kontinuierlich umrühren
  • der stets zu weit entfernte Parkkartenschlitz des Automaten an der Schranke, wenn man gerade das Parkhaus verlassen wollte
    –> Üben, üben, üben, …

Was behindert Euch im Alltag und wie sehen Eure „Inklusionsmaßnahmen“ aus?

//Viele liebe Grüße von
Marie und Kathrin

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4 Gedanken zu “Die kleinen Behinderungen im Alltag

  1. Also, eine defekte Kaffeemaschine ist keine Kleinigkeit, das ist schon eine veritable Katastrophe, wenn ihr mich fragt. Statt Inklusion rate ich in diesem Fall auch zu unbedingter Exklusion: Geht mir besser alle aus dem Weg, sollte die Kaffeemaschine wirklich (wieder) einmal kaputt sein, Tee mag ich nämlich nicht 😉

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebende Marie und Kathrin

    ..ja ja wenn in der „Truman show“ unerwartet der Scheinwerfer
    Aus dem Himmel Ihm vor die Füße fällt

    Und in der „Matrix“ das Programm wieder einmal stört
    Dann ist es höchste Zeit die Tolettenpapierrolle sicht und greifbar für den Nächsten bereit zu legen

    Und den Kaffee eben wie der Türken Art gleich mit aufzukochen
    Kreatives Improvisieren schenken uns die Widrigkeiten
    Stumpfsinn adjeu es lebe der heilsame Schock…

    dankend
    Joaquim vonHerzen

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