Sand im Getriebe

Die Entstehung von Perlen ist ein durchdachter, natürlicher Prozess, der die Größe des Ideenreichtums in der Natur in ein kleines Wunder verwandelt, in die perfekte Form presst:

Eine Kugel, rund, schillernd, bruchfest.

Perfektion.

Die Idee der Zuchtperle ist ein durchdachter Prozess, der die Kleinheit des Menschen in der Natur zu einem künstlichen Riesen aufbläst, welcher der Natur die perfekte Form abpressen will.

Ach, wie schillert der Homo oeconomicus in allen Farben, wenn er – geldgetrieben – den eigenen Nutzen maximiert, koste es andere, was es wolle.

Er plant und plagt seine Ratio, während seine Kinder lustig über die Nutzenkurven rutschen und – ihre Güterbündel artig auf den Rücken geschnallt – auf der Ordinalskala Tempel hüpfen.

Doch wehe, wenn nicht alles nach Plan läuft! Sich der Reichtum nicht häuft, wie Sand am Meer. Dann rennt der H.O., nennen wir ihn der Kürze halber Max Gierig, zur unberechenbaren Höchstform auf und beschwert sich, alles andere als indifferent darüber, dass Sand im Getriebe wäre.

Dabei hat er das Körnchen doch einst selbst hineingelegt.*

*In der Zuchtperlenindustrie bedarf es dabei ganz anderer Dinge als eines Sandkorns, um die Produktion anzuregen, wie mich diese recht informative Seite eines Perlenhändlers belehrte

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