Es ist noch Zeit, aber…

Hallo MitmachBlog, Hallo Wochenthema „aber“

Ich bekenne mich schuldig, manchmal oder häufig (?) – ist ja auch egal- hab auch ich da so ne Macke. Also ich liebe Ordnung, das ich die nicht mehr 100 % seit dem Wunschkind hab, akzeptiere ich ja auch. So weit so gut, aber… !

Ja, wenn da nicht so die eine Sache wäre, dass ich großtönig morgens immer töne „heute räum ich auf“ oder „heute putz ich „ oder „heute mach ich dies und das“. Das Ganze wird dann noch zickig liebherzig kommentiert mit „und bitte stört mich nicht oder lenkt mich ab“.

Ich kann nicht anderes, die Sätze folgen einen computergesteuerten Programm, das durch eine doppelte Firewall abgesichert ist und nicht umprogrammiert werden kann – da gibt es jetzt auch kein aber!

Aber dann kommt der Feierabend, schnell wird noch gekocht, gespielt und rumgealbert. Nach dem das Wunschkind ins Reich der Träume abgedriftet ist, das Sandmännchen wieder mal zuviel des Guten im Kinderzimmer rumgezaubert hat, schleiche ich mich wie ein Ninja, nur todmüde, gegen 21 Uhr aus dem Zimmer. „Aber warum erst 21 Uhr?“ „Ja, das Sandmännchen ist schuld!“

Wie gesagt 21 Uhr, noch reichlich Zeit, aber ich bin todmüde und die Couch ist magnetisch geworden.

Wie gesagt 21 uhr, noch reichlich Zeit, aber der Wäscheberg der 21 imaginären Bergwerkkinder, ist einfach zu viel.

Wie gesagt 21 Uhr, noch reichlich Zeit, aber der Staubsauger wäre jetzt zu laut.

Wie gesagt 21 Uhr, noch reichlich Zeit, aber ich könnt den Haushalt auf morgen verschieben.

Meine Aber-Sätze werden von Augen rollen des Mannes verfolgt und kommentiert mit „Heute morgen warste aber zickig und wolltes das, obwohl es uns nichts ausmacht, wenn du es nicht machst und wir zusammen am Wochenende, aber gerne treffen wir uns jetzt auf der Couch und genießen den Feierabend“

Und manchmal: Eigentlich wollten wir jetzt noch was im Fernseh schauen, aber die Augen fallen zu!

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6 Gedanken zu “Es ist noch Zeit, aber…

  1. Mutter Zeilenende ging es früher wohl ähnlich, bis sie sich an eine Wendung der seligen Oma Zeilenende erinnerte. So ganz ohne ging nicht, weil wir immer Katzen hatten und es überall gehaart hat, aber sie griff mit Begeisterung den „Kölschen Wisch“ auf (mit runden Ecken und größeren Dingen im Weg als gegebene Hindernisse), um dann auch selig auf der Couch zu sitzen und den Feierabend zu genießen. Du befindest dich damit in guter Gesellschaft. 😉

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  2. Dies kenne ich aber auch aus der Zeit, als meine Wunschkinder noch klein waren. Aber es gibt ja auch das schöne Zitat „die Arbeit läuft dir nicht davon, während du deinem Kind den Regenbogen zeigst“ und irgendwann muss man ja auch wieder Kraft für den nächsten Tag tanken… im wohlverdienten Feierabend.
    LG

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