ja, aber

Hallo alle zusammen und einen fröhlichen Gruß in die Runde! Mit diesem Post gebe ich meinen Einstand beim #Mitmachblog und freue mich sehr auf die Zeit hier und mit Euch anderen Autoren und den Lesern!

Zum Wochenthema ‚aber‘ fällt mir direkt sehr viel ein, denn das ‚aber‘ ist ein Wort, dass so häufig genutzt wird, häufig ohne, dass seine wirklich wahre Bedeutung erkannt wird. Tatsächlich wird in Kommunikationsratgebern oft der Ratschlag gegeben, man möge statt ’nein‘ lieber ‚ja, aber‘ sagen, da es dem Gegenüber das Gefühl gibt, angehört und anerkannt zu werden. Ganz ehrlich? Für mich ist das Bullshit. Klar kann ich damit kurzfristig mein Gegenüber so manipulieren, dass es denkt, ich sei sachlich und offen unterwegs. Früher oder später jedoch fliegt der Schwindel auf – und sei es nur unterbewusst. Mein Gegenüber wird merken, dass mein ‚ja, aber‘ nur eine andere Form für das ’nein‘ ist. ‚ja, aber‘ heißt nichts weiter als ‚ich tue mal so, als ob ich deiner Argumentation folge, bleibe ABER trotzdem auf meinem Standpunkt. ‚ja, aber‘ ist genauso eine Wand wie ’nein‘, sie ist nur nicht sofort ersichtlich.

Während ich das schreibe, frage ich mich, woher kommt das Wort ‚aber‘ eigentlich? Wiktionary geht auf die Herkunft recht detailliert ein:

Hinsichtlich der Bedeutung ergibt sich aus der Etymologie, dass aber anfangs für ‚später, weiterentfernt‘ gestanden hat.[1] Hieraus entstand im Deutschen die Bedeutung ‚wieder, ein weiteres Mal‘ als Ausdruck von Wiederholungen.[1] Ausgehend von der Wiederholung konnte sich die Bedeutung dann auch auf die Bezeichnung von Gegensätzen ausdehnen, was in Bildungen wie Aberglaube und Aberwitz erkennbar ist, die jeweils für das Gegenteil ihres Grundwortes stehen.[1] Im Althochdeutschen sind die Bedeutungen hinsichtlich Wiederholung und Gegensatz bereits ausgebildet.[1] Die Verwendung von aber als Konjunktion kommt im Spätalthochdeutschen auf.[1]

Synonyme:

[1] dagegen, hingegen, indes, indessen, jedoch
[2] doch, indes, indessen, jedoch
[3] allerdings, doch, jedoch
[4] jedoch

Quelle: https://de.wiktionary.org/wiki/aber

Im Duden finden wir dann noch die Folgende Auflistung der Bedeutung dieses Wörtchens, wie wir es heute verwenden:

    1. drückt einen Gegensatz aus; [je]doch, dagegen
    2. drückt aus, dass etwas der Erwartung nicht entspricht; indessen, [je]doch
    1. drückt eine Einschränkung, einen Vorbehalt, eine Berichtigung, Ergänzung aus; doch, jedoch, allerdings
    2. drückt die Anknüpfung, die Weiterführung aus; jedoch
  1. drückt einen Einwand, eine Entgegnung aus

Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/aber_Konjunktion_Bedeutung_doch

Im ‚aber‘, wie wir es heute verwenden, liegt also immer Widerstand. Im Buch ‚Du bist, was du sagst‚ geht es darum, wie die Worte, die wir alltäglich verwenden, sich auf unser Leben tatsächlich auswirken. Leider finde ich meine Ausgabe gerade nicht, darum kann ich nicht zum Besten geben, was zu ‚aber‘ darin steht. Ich kann nichtsdestotrotz aus eigener Erfahrung jedem nur empfehlen, sich mal auf den täglichen Gebrauch dieses Wortes und auf die Situationen hin zu überprüfen. Sowas macht man übrigens im NLP, dem Neurolinguistischen Programmierung – einer Methode, die hilft, das eigene Gehirn umzustrukturieren, Bewusstsein und Unterbewusstsein zu Synchronisieren, Kommunikation zu verbessern etc. Das kann sehr aufschlussreich sein. ABER, das darf auf spielerisch sein und Spaß machen 😉

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3 Gedanken zu “ja, aber

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