Bla bla, bla bla.

„Gut Ding braucht Weile“, flüstert mir der Lebens-Ernst zu. Damit meint er den Mitmachblog. Letzterer war nämlich einer der letzten Beweggründe für meinen Wechsel von Blogspot zu WordPress. Und dann hatte ich das Anmeldeformular offen und traute mich nicht. Soll ich aus dem Nähkästchen plaudern? Ich glaube, ich hatte geschätzte 10x das Anmeldeformular offen und habe es wieder weg geklickt. Aber jetzt bin ich ja da. Was auch immer man davon halten mag!

Ein wenig Bettgeflüster darf es auch noch sein? Ich bin jetzt hier, damit ich noch mehr Beiträge in einer Woche unterbringe. Weil ich mir nämlich die Obergrenze von einem, maximal zwei Beiträgen pro Tag auferlegt habe. Liest ja sonst ohnehin keiner mehr.

Das Wochenthema Plauderstündchen. Klingt ja soooo nett! Irgendwie klingt das so rosa angestaubt mit Häkeldeckchen, Tee in kleinen Schälchen mit Rosenblütchen und staubtrockenen Butterkeksen. Super! Ich mache meinen Einstand beim Mitmachblog und assoziiere angestaubte rosa Häkeldeckchen. Oder war es rosa gehäkelter Staub? Oder gehäkeltes staubiges Rosa?

Ich halte keine Plauderstündchen. Nie. Jedenfalls nicht in dem Sinn. Ein Stündchen ist ohnehin gar nichts. Da braucht mich nur meine Schwester einmal anrufen. Da ist eine Stunde einfach so vergangen, ohne dass ich mich groß anstrengen muss. Abgesehen davon rede ich andauernd. Plaudere mit allem und jedem. Hört nur nicht jeder. Da brauche ich nur am Auto vorbeigehen: „Oh, dich müsste auch mal wieder einer in die Waschanlage bringen!“ Oder ich schiebe den Braten ins Rohr und wünsche ihm noch „Viel Spaß!“ für die nächsten zwei Stunden. Manchmal ruft das Irritationen hervor, wenn es dann doch jemand hört, wenn ich mit dem Auto rede.

Drum schreibe ich jetzt in meinem eigenen Blog. Und weil Selbstgespräche leicht an Wahnsinn und Hab-mich-lieb-Jacken denken lassen, plaudere ich mit der Muse. Mit ihr lässt es sich herrlich fantasieren. Oder mit meinem Schweinehund, der sofort los jault, wenn ich an Sport nur denke. Manchmal kommt Heinzelfrau Rosalind vorbei, die angeblich immer so fleißig ist. Aber nur mal kurz über den Gartenzaun geplaudert: „Das stimmt gar nicht. Sie ist sehr entspannt in dieser Hinsicht! Habt ihr schon gesehen, wie der Garten heuer aussieht? Grässlich!“ Und schließlich muss ich manchmal mit dem Ernst des Lebens plaudern. Aber das sind die eher nicht so netten Gespräche.

Mit echten Menschen plaudere ich auch gerne. In Kaffeepausen zum Beispiel. Oder in der Strickrunde. Oder einfach genau dann, wenn es sich gerade ergibt. Das sind die besten Plauderstündchen überhaupt. Die, die man nicht geplant hat. Wo man stundenlang am Zaun steht und tratscht und eigentlich muss man aufs Klo oder hat Hunger oder sollte längst bei einem Termin sein. Wie gesagt, das sind die allerbesten.

Aber jetzt wollt ihr mich bitte entschuldigen. Das Telefon läutet seit mindestens fünf Minuten. Und eigentlich sollte ich schon längst weiter sein. Aufs Klo muss ich auch noch … Dabei wäre es gerade jetzt so nett.

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3 Gedanken zu “Bla bla, bla bla.

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