Pssst! Sei doch mal leise!

Moin Moin meine Lieben!

Wer kennt diese Ermahnung nicht noch aus der Kindheit? Und doch ist es aktueller denn je, das Thema Stille bzw. Ruhe. Ganz ehrlich, wer kann Stille bzw. Ruhe eigentlich noch ertragen, wer kommt damit klar? Und doch suchen genau dies immer mehr Menschen… und finden es nicht!

Denn, dazu gehört Verzicht. Verzicht auf’s Radio, Fernsehen, Handy, Tablet, PC, Gesellschaft. Denn es gibt auch nicht viele Menschen, mit denen man einfach mal schweigen kann, ohne dass es sich wie anschweigen anfühlt.

Ich fange mal in meinem Haushalt an: GöGa braucht wegen seinem Tinnitus ständig Radio oder sonstige Geräuschkulissen, um davon abzulenken. Ist er im Haus, läuft irgendwas eigentlich immer. Das Kontrastprogramm dazu bin ich. Ich genieße freie Tage unter der Woche. Denn da sind die meisten Leute arbeiten, die Kinder zur Schule oder sonstwo, das Radio, Fernseher etc. sind aus. Und es herrscht Ruhe. Mir tut es gut, wobei absolute Stille heutzutage kaum noch möglich ist. Denn irgendwo fährt immer ein Auto, Motorrad, Flugzeug, Zug, oder bei mir halt auch ein Trecker.

Also schnappe ich mir meine Mädels und verschwinde in den Wald. Still ist es auch dort nicht, aber eine andere Art von Ruhe. Eine tiefe Ruhe, die aus der Erde kommt, das Wissen des Waldes um die Stille und den Lauf der Zeit. Das Rauschen der Blätter fegt Sorgen weg, erzählt vom Anbeginn der Zeit. Das Zwitschern der Vögel zeugt von Frohsinn und Wiederbeginn, der Warnruf des Eichelhähers zeigt mir an, dass er irgendein Wild vor mir und meinen Hunden warnt. Und trotzdem ist es ruhig. Der Waldboden dämpft die Schritte, so dass auch die eigenen Schritte stiller und ruhiger sind. Zu gern bleibe ich dann stehen, schließe die Augen und lausche… dem Nichts hinterher.

Und komme so selbst zur Ruhe.

Pssst….

Angeli

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7 Gedanken zu “Pssst! Sei doch mal leise!

  1. Oh, wie schön! Ich liebe den Wald und die Geräusche dort liebe ich auch! Ich wohne zwar in einer ruhigen Gegend Hamburgs, aber trotzdem schlafe ich – das Landei – immer mit Ohrstöpseln. Einzig die Kirchenglocken, die meinen Mann sonntags aus dem Bett treiben, stören mich so gar nicht. 😀

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  2. Ich liebe auch den Wald. Deshalb habe ich auch für mich beschlossen, dass mein letzte Ruhestätte ein Ruheforst oder Friedwald sein wird. Hinter meinem Haus ist ein bewaldeter Hang. Da krakeelen zurzeit die Amseln und übertönen die Bahn, die in einiger Entfernung vorbeifährt. Das ist klasse. Ich genieße das vor allem am Wochenende, wenn ich noch ein bisschen im Bett liegen kann: Fenster auf und wieder ins Bett unter die warme Decke und dem Morgenkonzert lauschen – herrlich!

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    1. Genau so isset! Da wir grundsätzlich bei offenem Fenster pennen, werde ich von dem Konzert geweckt. Heute morgen war es wieder besonders schön. Die Sache mit dem Ruheforst überlege ich auch schon, dagegen steht jedoch meine Liebe zum Meer… Aber ich habe ja hoffentlich noch Zeit. ;D

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      1. Das kann ich verstehen und teile deine Hoffnung! Seebestattung war auch jahrelang mein Plan, das habe ich im letzten Jahr, als die OP anstand und ich „alles“ für den Fall der Fälle regeln wollte, nach wochenlangem Überlegen dann anders entschieden. Und auch jetzt überdenke ich diese vorläufige Entscheidung immer mal wieder, es bleibt dabei – vorerst. ich habe immer einen Meereskalender im Wohnzimmer, einen Bildschirmschoner mit Meeresbildern in jeder Variation und bin gern am Meer. Aber Wald ist einfach vertrauter und immer lebendig. Es kreucht und fleucht immer etwas …

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