Long story short

Kraut und Rüben ist ja total mein Thema! Nicht im Sinne von Gemüse, sondern im Sinne des Satzes: „Hier sieht es ja aus wie Kraut und Rüben“ oder „Kindchen! Du siehst aus wie Kraut und Rüben!“

Hätte ich jedesmal, wenn ich diese beiden Sätze zu hören bekommen habe, eine Mark (heute dann bitte ein Euro) bekommen, dann hätte ich für den Rest meines Lebens ausgesorgt und müsste nie wieder arbeiten gehen. Statt der Mark gab es aber leider eher eine Zimmeraufräumaktion, ein Bad oder einen Kamm. Schade.

Ich hätte so viele Geschichten, die zu der Thematik passen, dass ich tatsächlich nicht wüsste, welche ich da zum Besten geben sollte. Und sie alle würden von mir und meiner Unordenlichkeit handeln oder dem Chaos, welches ich innerhalb kürzester Zeit im Stande bin anzurichten. (Für einen sauberen Raum brauche ich gewöhnlich nur 5 Minuten – man lasse mich einfach nur mal meine Brille suchen.)

Und ich selbst als Person? Wenn man mich lässt, bin ich der INBEGRIFF von Kraut und Rüben!

Daher habe ich beschlossen, dass ich es mir heute ganz einfach mache. Frei nach dem Motto: Long story short!

Früher gaben besonders meine Haare Anlass dazu, meine Pellkartoffel-Oma zur Verzweifelung zu treiben, während sie mit einem Kamm bewaffnet hinter mir durch die Wohnung rannte. (Ich war eigentlich immer schneller als sie.) Allerdings hat auch meine werte Frau Mama des öfteren die Hände über den Kopf zusammen geschlagen, ehe sie das Kämmwerkzeug hervorsuchte. (Meistens war ich dann schon weg.) Nur mein Vater war bereit das Ganze mit einem gutmütigen Lächen abzutun und mit dem Satz: „Sie ist halt eine kleine Wilde!“ zu quittieren.

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(Das Bild wurde übrigens unter sehr großem Protest von meiner Pellkartoffel-Oma aufgenommen, welche sich einfach nicht überwinden konnte, einen Zottel wie mich zu fotografieren. Mein Vater hat dann darauf bestanden. Später hab ich die Haare kurz getragen. Damit war aber irgendwie niemand glücklich.)

Und heute? Heute würde sich Pellkartoffel-Oma wohl im Grab umdrehen. Hatte die arme Frau doch stets die Hoffnung, alles würde sich zum Guten ändern, wäre ich erst einmal erwachsen.

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Ups!

(Man stelle sich jetzt bitte ein durchaus leicht hämisches und finsteres Lachen vor. Mit großer Genugtuung habe ich gerade eben selbst auf den Auslöser meiner Handykamera gedrückt.)

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