Existiert die Zukunft wirklich?

Jetzt habe ich tatsächlich ein Thema wegen Krankheit übersprungen. Wer hätte das gedacht. Allerdings wäre mir zu „Spieglein, Spieglein“, wahrscheinlich sowieso nicht viel eingefallen. Die einen denken an Schneewittchen … und ich denke meistens an Horrorfilme, bei denen ein Mädchen mit Häubchen und Kerze vor dem Spiegel steht und drei mal irgendeinen Namen aufsagt, den sie besser nicht drei mal aufsagen sollte usw. Wäre also nix großartiges bei herum gekommen. Abgesehen vielleicht eine Auflistung an möglichen Grusel- und Horrorfilmen in denen entsprechende Szenen vorkommen.

So. Damit habe ich also dem verloren gegangenen Thema genug Aufmerksamkeit geschenkt, um mein Gewissen zu beruhigen, wobei ich eigentlich kein schlechtes Gewissen hatte.

Gestern, als heute noch morgen war, da habe ich bereits darüber nachgedacht, wann und ob ich überhaupt in der Lage sein werde irgendetwas brauchbares nieder zu schreiben. Eigentlich hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt auch dieses Thema einfach an mir vorbei ziehen zu lassen und auf das folgende zu warten. Aber Heute ist ja nicht mehr gestern und heute sitze ich hier und fühle mich in der Lage am PC auszuharren und zu tippen. Zumindest gerade im Augenblick. Eventuell verlässt mich ja in 5 Minuten die Kraft wieder und ich überlege es mir spontan anders.

1 Minute ….

2 Minuten ….

3 Minuten ….

4 Minuten ….

5 Minuten ….. (!)

Kraft ist noch da. Also schön.

Gestern war heute noch morgen. Ich glaube den Satz habe ich in der Zusammenstellung noch nie benutzt. Dabei ist mir dessen Sinn und Richtigkeit, vielleicht auch seine Tiefsinnigkeit absolut schlüssig. Mal davon abgesehen, dass ich das Prinzip als solches häufig selbst anwende, wenn es um Dinge geht, auf die ich warte. Meistens sind es dann unangenehme Dinge. Manchmal auch aufregende Dinge. Selten welche, auf die ich mich zu 100% freue.

Ich benutze das Ganze aber trotzdem eher im umgekehrten Sinne. Nach dem Motto: Morgen wird heute schon vorbei sein und dann kommt mir das hier vor wie ein böser Traum!

Dies tat ich bisher bei folgenden Gelegenheiten:

  • Zahnarzt
  • Geburt
  • Operationen
  • Migräne
  • Prüfungen
  • Bewerbungsgespräche

Daher bereitet mir der Satz: Gestern war heute noch morgen, ein Gefühl des Unwohlseins. Weil … wenn ich gestern noch Angst vor dem Zahnarzt hatte, dann ist heute der Tag wo ich hin muss, also morgen und das bedeutet, ich werde zehntausend Tode sterben! Aber … morgen, ja … da wird heute gestern sein, nur ein böser Traum und alles ist wieder gut!

Was mich jetzt natürlich auf eine ganz essenzielle Frage bringt: Existiert die Zukunft eigentlich wirklich? Ist das nicht eher soetwas wie Schrödingers Katze?! An ein Gestern können wir uns ja erinnern (oder wir glauben uns daran zu erinnern. Allerdings glauben viele andere Menschen das auch und sie erinnern sich manchmal sogar an das Selbe. Ergo ist es sehr wahrscheinlich das die Vergangenheit existiert, wenn auch nicht gerade jetzt. Wobei das auch diskutiert werden könnte. Wenn ich mich nämlich jetzt an gestern erinnere, könnte dies bedeuten, dass die Vergangenheit mit der Gegenwart kollidiert und somit beides zur gleichen Zeit existiert …. ihr seit herzlich eingeladen meinem wirren Gedanken weiter zu folgen … ich klinke mich an dieser Stelle aber einfach mal aus …) Was aber ist mir der Zukunft? Die können wir zwar planen, aber uns nicht an sie erinnern. In der Theorie also, wäre sie möglich. Eine Möglichkeit ist aber im Grunde auch nichts anderes als eine Theorie. Ich könnte also die These aufstellen, dass ich morgen genauso krank bin wie heute. (Was solange richtig ist, bis sie irgendwer, ja, sogar ich selbst, wiederlege. Ich weiß aber nicht, ob das so sein wird, da ich ja nicht in die Zukunft blicken kann!) Wenn ich morgen aufstehe und ich bin genauso krank wie heute, dann war meine These korrekt … ABER es liegt nicht mehr in der Zukunft sondern IST bereits wieder Gegenwart. Ergo … habe ich nicht bewiesen, dass die Zukunft existiert, sondern die Gegenwart. (Und wäre ich morgen gesund … wäre dann meine ganze These am Arsch?!) Hrm. Also abgesehen davon, dass das was morgen ist, völlig unberechenbar ist, weiß ich gar nix. Vielleicht noch das Datum. Wobei das ja auch relativ ist. Ich meine, wer nach anderem Kalender lebt, für den ist morgen ja schließlich ein ganz anderer Tag. Vielleicht Wochenende! Vielleicht hat derjenige nicht mal ein Wochenende. Vielleicht feiert er morgen ja das Neujahr! Ehm ….

So … jetzt hab ich mich selber verwirrt!

Daher wiederhole ich meine Frage … existiert die Zukunft eigentlich wirklich?!

Ich erwarte freilich nicht ernsthaft eine wissenschaftliche Antwort auf diese Frage … aber wer mir gern ein 100 Seiten Expose zusenden möchte, der darf das freilich gern tun! Vielleicht lese ich es dann morgen 😉

 

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3 Gedanken zu “Existiert die Zukunft wirklich?

  1. In die andere Richtung gefragt: Wie verlässlich ist unsere Erinnerung. War wirkich, woran wir uns zu erinnern glauben?

    Etwas weniger philosophisch muntere ich mich jetzt Deinem Beispiel folgend damit auf, dass übermorgen der Tag sein wird, an dem der Kalendereintrag Zahnarzt gestern durchgestrichen worden sein wird. Auf dass das dann gestrige aber heute noch morgige in der Erinnerung verblassen möge.

    Gefällt 2 Personen

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