Kopfüber Kind

Als Kind habe ich mich manchmal gefragt, ob die Menschen auf der Südhalbkugel eigentlich merken, dass sie verkehrt herum (was man wohl kopfunter nennen sollte) stehen, und wie es so ist, ein Leben mit dem Risiko, jederzeit runterzufallen von der Welt.

Als Kind habe ich gedacht, ich sollte einmal ausprobieren, kopfüber die Treppe runter zu springen – wie ein richtiger Stuntman. Gelandet bin ich übrigens zum Glück auf dem Arm und nicht am Kopf. Es war trotzdem keine gute Idee.

Als Kind konnte ich noch auf den Händen gehen und fand es spannend die Welt andersrum zu betrachten.

Als Kind habe ich einmal im Fernsehen gesehen, wie eine Kuh auf dem Weg zum Schlachter kopfüber (an einem Fuß aufgehängt) verladen wurde, weil sie selbst nicht mehr gehen konnte und beschloss, kein Fleisch mehr zu essen.

Als Kind fand ich es sehr lustig, dass der Michel aus Lönneberga kopfüber in einer Schüssel stecken blieb. Das finde ich auch heute noch eine sehr lustige Episode – ganz besonders das Ende, wenn er seiner kleinen Schwester vorführt, wie er denn überhaupt in die missliche Lage geraten war.

Noch nicht einmal als Kind habe ich mich kopfüber in irgendwelche Abenteuer gestürzt, wohl weil ich zu sehr Kopfmensch bin. Dabei ist eine Hals über Kopf-Bauchentscheidung manchmal genau das, was die Situation braucht und das Leben spannend macht.

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2 Gedanken zu “Kopfüber Kind

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