Hinfallen, Aufstehen, Krone richten

Ich melde mich nun doch endlich wieder zurück. Ich fühle mich dazu nun wieder halbwegs in der Lage. Auch wenn mein Schlafdefizit noch nicht wirklich behoben ist. Und es nur langsame Schritte der Heilung zu verzeichnen gibt.

Im Grunde finde ich das jetzige Thema sehr passend, was gerade meine persönliche Lage betrifft. Die Erklärung ist auch sehr kurz und knappt. Räumliche Trennung vom Partner, der Annahme es wäre nur ne Pause und wir finden uns dann wieder.

Verständigungsproblem. Vier Wochen nach Auszug (inzwischen sind es knapp 5 Wochen) mal eben ersetzt worden. Klaffende Wunde im Herzen. Irgendwas Schnürt mir ab und zu immer noch den Atem ab. Keinen Hunger. Schlechtes Schlafverhalten. Wut. Hass. Verzweiflung. Das Gefühl mich haut es jetzt dann aus den Latschen. Keinen klaren Gedanken fassend, ganz zu schweigen, einen Beitrag zu schreiben.

Gedankengänge und Erkenntnisse die mir nach diversen Gesprächen, gerade mit der Neuen (die ich übrigens nie meine beste Freundin werden wird), gekommen sind. Kurzschlussreaktion. Irgendwas stimmt da nicht. Ausführliche Äußerungen diesbezüglich möchte ich aber im Moment noch für mich behalten. Man weiß ja nie wer das hier alles doch liest.

Für den Fall dass doch der ehemals angebetete, es lesen sollte, Lieber XY ich werde es dir früher oder später sagen. Aber nicht jetzt. Später. In einem Jahr. Oder vielleicht schon in 6 Monaten. Oder in drei Monaten. Wir werden sehen was die Zeit macht und bringt.

Nun gut. Was hat das ganzen nun mit dem Thema zu tun? Nicht unbedingt, dass ich meinte mich bei einer dieser bekannten Sinelbörsen anmelden zu müssen. Weil Frau ja nicht dauerhaft alleine sein will und sich, gerade auf dem Land, manchmal eine gewissen Schwierigkeit ergibt, was das suchen und finden anbelangt.

Ich durchlege im Moment eine gewissen Verwandlung. Eigentlich sollte man eher sagen, Veränderung. Nun gut, könnte eigentlich recht identisch sein, wenn man es genau nimmt. Oder auch nicht. Wie auch immer.

Rumsitzen, Trübsal blasen, in Selbstmittleid versumpfen und rumheulen bringt nichts. Auch wenn da dieser saublöde Schmerz vorhanden ist, der sich immer wieder meint durchdrücken zu müssen.

Gebe offen zu. Ich strotze vor Motivation. In mancher Hinsicht zumindest. Ich bin plötzlich ein sehr ordentlicher Mensch, in Hinsicht auf meinen Haushalt. Kann neuerdings vieles nicht Leiden, was ich früher so stehen gelassen hätte.

Ich achte vermehrt auf mein äußeres. War ja schon immer ein ordentlich und schick angezogener Mensch. Nicht übertrieben, aber ordentlich und schick. Punkt. Jetzt setzten wir noch einen oben drauf. Frisur muss immer sitzen. Ungeschminkt verlasse ich nur selten die Bude. Übertrieben? Brauche ich aber im Moment. Sonst würde ich untergehen.

Man wird es mir wahrscheinlich auch zeitweise nicht glauben. Aber ich habe beschlossen und es auch schon durchgezogen, meine Naturhaarfarbe zurück zu erlangen. Auch wenn genau das für mich bedeutet hat, dass ich durch diese Färbeaktion, meine Haare etwas in Mitleidenschaft gezogen haben.

Nächster Schritt ist nun, mir die Haare wieder wachsen zu lassen. Fragt sich nur wie lange ich das aushalte. Könnte aber ne weile Dauern bis ich wieder zum Frisör gehe. Kann ich mir im Moment nicht leisten und ist auch nicht drin. So irgendwie. Man wird sehen.

Vielleicht bringe ich es sogar fertig, mit dem Rauchen aufzuhören. Meinen Glimmstängelkonsum habe ich ja schon drastisch reduziert. Seit ich den neuen Job habe. Bring ich anders garnicht unter. Und manchmal vergesse ich es sogar. So wie ich es zur Zeit immer wieder vergesse, zu trinken. Wobei es in der aktuellen Situation auch wieder anders aussieht. Ich habe zwar keinen Hunger, aber einen abartigen Durst.

Irgendwas gutes hat dieses „ich bring nichts essbares runter“ (außer diesen Diät Vital Dring Dingsbums mit Soja und nochwas, den ich eigentlich zu Diätzwecken gekauft hatte). Flüssigkeit läuft, der Gewichtsverlust, vielleicht in diesem Fall eher ungewollt, ist somit ein netter Nebeneffekt. Hoffen wir mal das der Jojo-Effekt ausbleibt und sich verpieselt. Wobei ich zugeben muss, dass ich eigentlich immer gerne gegessen habe. Bis jetzt.

In diesem Sinne, werde ich nun abwarten. Mein Leben, leben. Mich versuchen selbst zu heilen. Eventuell rennt mir dann doch mal der Richtige über den Weg. Hoffe ich. Oder kommt wieder zurück, wie dieses Australische Spielzeugfrisbeedingens. Obwohl ich mir da ehrlich gesagt nicht so sicher bin. Aber kommt Zeit, kommt Rat. Man wird sehen.

In diesem Sinne.

Nettes Wochenende 🙂

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2 Gedanken zu “Hinfallen, Aufstehen, Krone richten

  1. Hat dies auf Pferdig unterwegs rebloggt und kommentierte:

    Ich melde mich doch mal wieder zurück. Auch wenn es auf dem Weg des MMB ist. Hauptsache es rappelt mal wieder im Karton.

    Jaaa es hat was mit Liebeskummer zu tun. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aus meiner Sicht habe ich nämlich diesen Kummer gar nicht, bin eigentlich verletzt und erschüttert. Und das ist schließlich was ganz was anderes, würde ich mal behaupten.

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