Sein blaues Wunder erleben

Dort, wo der Himmel der Erde am nächsten kommt, scheint die Welt bedrohlich still. Toben Stürme, rührt sich kein Lüftchen? Wer kann es sagen, war doch noch niemand jemals am Horizont.

Unerreichbar rückt er von uns weg, je schneller wir ihm nachjagen. Die Grenze zwischen nah und fern, zwischen dem Jetzt und dem Traum der Zukunft. Sie schneidet sich in die Landschaft von einem Rand zum anderen und hat doch weder Anfang noch Ende.

Das Blau über unseren Köpfen strahlt noch saftiger als ein frisches Wasserfarbenmeer auf der Zeichnung lachender Kinder. Leuchtend und gänzlich unberührt.

Weiße Wolken, graue Türme wachsen aus dem Nichts und schieben sich zerpflückt vorwärts. Sie überrollen alles. Die Schatten am Boden folgen ihnen lautlos.

Der Mensch, immer so wichtig, immer das Zentrum seiner selbst, schwimmt wie ein Tropfen im blauen Meere. Der Mensch, einzigartig und milliardenfach, der vermeintliche Herrscher des blauen Planeten, übertönt alles andere. Alles summt und vibriert in seinem Takt. Schneller, lauter, pausenlos.

Doch bevor es Nacht wird am Ende des Tages und das Blau dem schwarzen Samt des glitzernden Sternenteppichs weicht, glüht der Himmel ein letztes Mal und der Mensch schweigt und schaut. Und dann sieht er vielleicht die Welt.

horizont

abendhimmel

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3 Gedanken zu “Sein blaues Wunder erleben

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