Und dann kam…. ER!

Moin Moin meine Lieben!

Und dann kam… soso, das ist also das Thema dieser Woche. Nun gut, es kam eigentlich schon vieles in meinem Leben. Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass irgendwie immer irgendwas kommt, wenn auch nicht immer was Gutes.

Daher widme ich den dieswöchigen Blog dem „Besten“ was mal in mein Leben kam: GöGa!

Es sind inzwischen gute 22 Jahre her, dass ich damals als gerade 30 gewordene, gleichfalls frisch geschiedene und semi-alleinlebende Person durch’s Leben stiefelte. Semi-alleinlebende Person deshalb, weil ich zwar sowas wie eine Beziehungskiste hatte, diese aber eher so ein Hormonding war. Denn der Typ sah zwar hammergeil aus, war eigentlich auch ein Netter, aber war eher der Typ Einsiedler bzw. Eigenbrötler. Sehr schweigsam und sich selbst mehr als genug. Da ich damals bedingt durch die Scheidung und durch Altlasten geschädigt noch neben meinem Hauptjob einen Nebenjob hatte, dümpelte diese Hormonbeziehung leise vor sich hin. Es war nix Halbes und nix Ganzes.

Sowas guckt die Lady sich ja nicht lange an und so lag ich denn eines schönen Abends gefrustet alleine in meinem Bettchen und führte eine ausgiebige Zwiesprache mit dem alten Herrn da oben (der Typ, den ich mit meinen Planungen immer zu Lachanfällen reize):

„So, mein Lieber, ich hätte jetzt von Dir gerne ein eindeutiges Zeichen, dass ich entweder ein fröhlich durch die Gegend poppender Single bleibe oder aber Du schickst mir jetzt bitte mal den richtigen Kerl an meiner Seite vorbei!

Der sollte groß sein, ja auch unterhalb der Gürtellinie (wenn schon, denn schon, ist ja auch wichtig!), dunkelhaarig, Augenfarbe egal, darf ruhig etwas kräftiger sein (ich bin schon immer nach Möglichkeit vorausschauend gewesen) und muss mit dem unterhalb der Gürtellinie auch umzugehen wissen. Dazu tierlieb, sportlich, handwerklich begabt, humorvoll, soll im Haushalt anpacken können, in der Lage sein, mir meine Freiheiten zu lassen, treu, möglichst Nichtraucher, kein Alkoholiker, etc. pp.“

Also das volle Programm aus „wünsch Dir was“.

Nach diesem Zwiegespräch im Frühjahr des Jahres 1996 schlief ich tiefenentspannt ein.

Die Zeit verging. Ich arbeitete wie blöde doppelt bis dreifach, verdiente aber nicht selten im Nebenjob monatlich mehr als im Hauptjob. Insofern ging es mir eigentlich gut. Die Hormonbeziehung lief so schleppend vor sich hin, wir fuhren auch noch nach Frankreich und Bayern in mehr oder weniger lange Urlaube… nun ja.

Dann kam der Abend Anfang Oktober, als ich nach einer langen Woche, in der ich zusammen genommen vielleicht auf 10 Stunden Schlaf kam, nach meinem Feierabend in einer der Nebenfilialen in die Hauptfiliale kam. Entlang an der Theke einmal rechts rum und durch die Klapptür….

Da stand ER: ganz lässig wie ein kleiner Braunbär vor dem Regal mit den Videokassetten (die Oldies wissen was gemeint ist, die Youngsters dürfen googeln).

Links trug ich die Mappe mit den Unterlagen der Filiale, rechts die Geldkassette. Mein Bauch schrie bei seinem Anblick „Alles fallen lassen, durchlaufen, an den Hals hängen und nie wieder loslassen“; mein Gehirn meinte nur kopfschüttelnd „Ey Perle, Du brauchst dringend Schlaf!“.

Tief durchgeatmet, betont lässig gegrüßt. ER war der Neue, der eingearbeitet werden sollte. Hach, watt’n Glück, dass ich in den beiden Nebenfilialen inzwischen die Filialleitung hatte und mich in der Hauptfiliale ebenfalls mehr als gut auskannte. Insofern fing ich gleich die Jagd an!

Natürlich so, dass der Held meiner zukünftigen Träume nicht merkte, dass ich ihn im Visier hatte. Dies und das am Computer erklärt, zugesehen, dass er grundsätzlich zu meinen Schichten in den Nebenfilialen war…. Ein Kinderspiel!

Dazu ließ ich meinen Charme spielen… Nein, er hatte nie wirklich eine Chance.

Und doch gab es zunächst noch einen Hinderungsgrund: meine Hormonbeziehung. Die gab es ja immer noch so.

Also begab es sich eines Abends, als ich eigentlich am sehr frühen Morgen, so gegen 3 Uhr, nach einer Schicht zusammen mit GöGa und abschließendem Absacker in irgendeiner Pinte in Buer in meinem Bettchen lag, dass ich wiederholt in Zwiesprache ging.

Diesmal mit mir. Das Gespräch war recht kurz:

– Will‘ste den Kerl?

  • Jau!

– Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn Du die Hormonbeziehung in den Wind schießt und es mit dem Bärchen hier schief geht?

  • Ich bin alleine!

– Ist das ein Problem für Dich?

  • Nö!

Damit war das Gespräch durch, ich schlief ein.

Am nächsten Tag wurde die Hormonbeziehung beendet. Und ich wurde dabei zur einem sehr gut bezahlten Callgirl ohne es vorher gewusst zu haben. Denn meine Hormonbeziehung hatte mir finanziell nach meiner Scheidung geholfen, damit ich eine Wohnung beziehen und einrichten konnte. Ich hatte auch schon fröhlich Raten abbezahlt, offen waren aber immer noch so knapp 25.000 DM (für alle Youngsters: das war das Geld mit dem man sich noch was leisten konnte, die Währung in Deutschland vor dem Euro).

In dem nun nicht wirklich netten Gespräch, fiel dann auch der Satz von ihm, dass er für mich ja nun wirklich genug bezahlt hätte!

OHA!

Es gibt nicht viele Dinge, auf die ich empfindlich reagiere, das aber war etwas auf das ich sehr empfindlich reagiere! Mit dem Satz: „Bei weitem nicht genug!“ Legte ich auf, stoppte den Dauerauftrag mit den Raten und rechnete um: knapp 5 Monate war ich mit dem Typen zusammen gewesen… Nun ja, ein netter Schnitt. Stocksauer war ich trotzdem!

Gut, das war jetzt ein Nebenschauplatz.

Letztendlich aber kam ich mit meinem Bärchen zusammen. Und obwohl er noch auf dem Standesamt von meinem eigenen Bruder (ihr merkt, ich brauche keine Feinde!)  vor der Hochzeit gewarnt wurde, so sind wir jetzt 21 Jahre verheiratet und 22 Jahre zusammen.

Und dann kam…. Eben der Richtige!

Denn GöGa erfüllt alle beim alten Mann da oben gelisteten Punkte, bis auf….. Tanzen!

Was habt ihr denn gedacht? ;D

Angeli

 

Angeli

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Ein Gedanke zu “Und dann kam…. ER!

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