Das muss sein!

Moin Moin meine Lieben!

„Das muss sein!“ ist ein sehr rigoroser Auspruch. Wobei sich mir die Frage stellt, ob es wirklich Dinge gibt, die sein „müssen“. Doch wenn ich gerade über mein in ziemlicher Talfahrt befindliches Leben nachdenke, dann stelle ich fest, ja es gibt durchaus Dinge, die meines Erachtens sein müssen. Im privaten Bereich heißt dies, dass ich auf einige liebgewonnene Besitztümer und auch Bequemlichkeiten nicht verzichten möchte. Und sie daher als ein „Muss“ ansehe. Für andere Menschen stellt sich das vermutlich nicht so dar und wenn ich ehrlich bin, ist vieles tatsächlich Luxus.

In unserer Gesellschaft gibt es tatsächlich Dinge, die sein müssen, damit unser Leben der Norm entsprechend funktioniert bzw. eins ohne das andere nicht funktionieren kann: Ohne Job, kein Geld, ohne Geld kein Bankkonto, ohne beides keine Wohnung, ohne Wohnung kein Job oder eher schwerlich.

Schon krass irgendwie.

Dennoch sehe ich ganz andere Sachen eher als ein „Muss“ an: Respekt, Rücksichtnahme, Toleranz und ein gewisses Maß an Höflichkeit. Diese Dinge sind für mich eher unabdingbar und sollten tatsächlich ein „Muss!“ sein.

Doch schauen wir uns um…. Respekt? Fordert jeder für sich ein, denkt aber im Umkehrschluss nicht daran, sich selbst respektvoll zu verhalten.

Rücksichtnahme? Heutzutage für das Gros der Gesellschaft ein Fremdwort, unter dem sich kaum einer noch was vorstellen kann.

Höflichkeit? Oh Mann! Die wenigsten kennen noch ein „Bitte“ oder „Danke“ oder ein „Entschuldigen Sie bitte“ und – wie ich gerade feststellen durfte – wenn man höflich um was bittet bei einem Telefonat, mehr oder weniger rigide einfach aufgelegt wird. Umgangsformat gleich null.

Thema Toleranz. Klar, jeder meint er wäre ja dermassen tolerant, also wirklich jeder soll so leben, wie er leben möchte. Ja, nee, is‘ klar (um jetzt mal den guten alten Atze zu zitieren)! Toleranz geht genau bis dahin, wo es für einen selbst unbequem wird. Oder es reicht schon, eine andere Ansichtsweise zu haben. Da hört es dann schlagartig auf. Viele Freundschaften sind schon an einer solchen „Toleranzschwelle“ gescheitert.

Besonders schön ist das Fehlen all dieser  „Das muss sein!“-Formen im Internet festzustellen. Seien es die Kommentare unter irgendwelchen Berichten, sei es Facebook. Hier tummelt sich alles, was die Kinderstube im Rennauto durchfahren hat, oder erst gar keine hatte. Trolle und wie sie alle heißen tummeln sich munter unter der vermeintlichen Anonymität. Es wird ohne wenn und aber ausgeteilt, beleidigt, verhöhnt…. Wehe wenn sie losgelassen.

Wir wir alle wissen, macht das noch nicht einmal vor Staatsmännern halt. Wir alle wissen, wer gemeint ist. Und ja, auch ich habe mich jetzt gerade bremsen müssen, um nicht mehr als respektlos zu werden, was diese Flitzpiepe… da bitte, da haben wir es schon. Gemeint ist der Präsident der USA. Kurzfassung. Vermeidet anschauliche weitere Beschreibungen.

Wie kommt es dazu, dass diese für das Zusammenleben mit anderen Menschen so notwendigen Formen nicht mehr als „Muss“ angesehen werden? Sind wir inzwischen so eingeschränkt in unserem Sichtfeld geworden, dass sich tatsächliche jeder nur noch sich selbst der Nächste ist?

Traurig, wenn es so wäre. Doch netterweise gibt es sie doch noch, diese Menschen, die diese Formen nicht vergessen haben, die noch Interesse an anderen haben, die vorbehaltlos und mit dem notwendigen Respekt und gebotener Höflichkeit sich um den Nächsten bemühen, egal ob Mensch oder Tier.

Das sind die Menschen, die mich meinen Glauben nicht verlieren lassen.

Denen gebührt mein Dank!

Und ja…

DAS MUSS SEIN!

Angeli

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2 Gedanken zu “Das muss sein!

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