Wenns nicht geht, dann gehts halt nicht!

Ich war schon lange nicht mehr im Urlaub. Nein, ehrlich. Schon sehr, sehr lange nicht mehr. Wobei ich hier wohl anmerken muss und sollte, das Urlaub für mich nur dann Urlaub ist, wenn man das Land verlässt. Kurze Trips nach Buxdehude, das sind Ausflüge, aber kein richtiger Urlaub. Ich weiß, ich weiß. Andere Leute würden das anders sehen. Ich aber nicht.

Wenn mir andere Menschen erzählen, sie seien im Urlaub gewesen und ich frage: „Oh, toll, wo seid ihr denn gewesen?!“ Und sie erzählen mir was von einem verlängerten Woche im Schwarzwald, dann zucke ich innerlich mit den Achseln und bin ein wenig enttäuscht. DAS IST KEIN URLAUB!

Urlaub, das ist Sonne, Strand, Meer, exotisches Essen, Fremdsprache und vielleicht ein bisschen Abenteuer. Alles andere gilt nicht!

Das letzte mal im Urlaub war ich im Alter von 22 Jahren und zwar in Belfast. Irland. Und da der Aufenthalt dort nur 3 Tage dauerte, einschließlich Hinreise und Abreise und es dort weder Strand, noch Sonne und vorallem kein Meer gegeben hat, bin ich nicht sicher, ob ich es überhaupt Urlaub nennen mag.

Ansonsten träume ich  eigentlich nur noch davon mal wieder irgendwo anders zu sein als in Deutschland.

Warum? Hier eine kleine Checkliste, was ich bräuchte, damit ich mal wieder in den Urlaub kommen würde:

  1. Geld
  2. Zeit
  3. Eine Therapie gegen die Flugangst, wahlweise sehr gute Tabletten, die mich definitiv und zu 100% außer gefecht setzen würden
  4. Hundesitter die nix kosten!

Die Liste fällt ja recht klein aus, ist aber absolut. Natürlich kann man Geld sparen. Aber ich lebe praktisch von meinem ersparten und das noch mindestens so lange, bis ich die Uni abgeschlossen und einen Job gefunden habe. Im Bestenfall dauert das Ganze also noch 6 Monate im schlechtesten Fall … öh … hab ich nach 6 Monaten kein erspartes mehr und muss die Uni abbrechen. Also gibt es nur den besten Fall.

Die Zeit kann man sich nehmen bzw. man kann sie einplanen. Zumindest dann, wenn ich die Uni abgeschlossen und eine Weile in meinem hoffentlich bald gefunden Job gearbeitet habe, damit es auch legitim ist, sich mal frei zu nehmen.

Was das fliegen angeht, wird es problematisch. Derzeit weigere ich mich nämlich definitiv und mit Händen und Füßen ein Flugzeug wieder zu betreten. Aber, man kann ja auch mit dem Auto irgendwohin. Zum Beispiel nach Schottland!

Keine Chance. Wir schaffen es nicht mal jemanden zu finden, der nur wenige Tage auf unsere Tiere aufpasst. Und eine Hundepansion für zwei Hunde ist definitiv zu teuer für unser derzeitigen Budget. Bis wir also mal in den Urlaub fahren können, müssen unsere Hunde bedauerlicherweise wohl erst mal das zeitliche segnen.

Ergo: Es bleibt erst mal bei ein paar Inselträumen. Wenns nicht geht, gehts halt nicht! Zumindest so lange, bis die einschlägige Checkliste nicht mehr aktuell ist.

Bis dahin kann ich mir ja überlegen, wo es hingehen soll. Dänemark, Irland, Schottland, Spanien, Amerika, Afrika oder sogar ein kleiner Abstecher nach Island?! Mhmm …. oder mal wieder die Verwandten in Australien besuchen?! Das wäre was.

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5 Gedanken zu “Wenns nicht geht, dann gehts halt nicht!

  1. Wenn Du 3 Tage Schwarzwald nicht als Urlaub zählst, dann würde ich 3 Tage Irland auch nicht gelten lassen. Für mich hat Urlaub mehr mit Länge als mit Entfernung zu tun. Ich könnte auch in Deutschland drei Wochen Urlaub machen, es darf nur nicht zu nah an einem meiner Zuhause sein. Wenn man zum Schlafen noch heimfahren könnte, dann ist es ein Ausflug.

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  2. Noch ein Machtrag: Ich empfehle „meinen“ Studenten, wenn es denn finanziell irgendwie geht, nach dem Abschluss unbedingt Urlaub zu machen (außer natürlich man ist eine Person, die überhaupt nicht gerne wegfährt), und nicht vom Abgabe- oder Prüfungsstress gleich auf Bewerbungsstress umzuschalten. Zuhause lässt sich eine richtige Auszeit bei den meisten wohl kaum bewerkstelligen, weil jeder fragt, wie es weitergeht und ob man sich schon bewirbt. Das Ende des Studium ist so ein Moment im Leben, an dem man ruhig mal kurz innehalten und durchatmen darf. Die erste Situation, in der man vorgehalten bekommt, dass man im Leben ja noch nichts geleistet hat, kommt früh genug.

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    1. Das ist eine gute Empfehlung 😊 gefühlt fehlt mir dazu aber die Zeit. Zumal ich danach pleite sein werde und ungern staatlich subventioniert werden wollen würde. Wenn ich fertig bin,bin ich 36. Es wird also eher Zeit zu arbeiten als zu Urlauben😅 und durch Baby hatte ich ja nun 1 1\2 Jahre pause.

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