Aasgaier

Er sah sich um. Schaulustige wagten es endlich näher zu kommen. Das Blaulicht war nun endlich in der Ferne zu sehen. Es fuhr am Park entlang und kam näher. Er angelte die Taschentücher aus der Tasche des jungen Mannes und versuchte das Blut aufzuhalten. Der Boden war übersäht mit Prospekten. Auf einem der Prospekte sah Sven eine notierte Telefonnummer. Er hob es auf. Es war tatsächlich ein Prospekt eines Reisebüros hier ganz aus der Nähe. Die Telefonnummer war nicht aus Stockholm. Zusammen mit dem Schlüssel steckte er das Papier in seine Tasche.

Als der Notarzt endlich da war mußte er zunächst erst einmal die Passanten beiseite scheuchen. Jeder wollte nun, wo man nicht mehr helfen mußte sehen was da geschehen war.

„Wie die Aasgaier!“ fauchte Sven zu Ingar die abseits auf ihn wartete.

„Was habt ihr denn geredet? Ich konnte Euch nicht verstehen.“ wollte Ingar wissen.

„Das war unser Mann. Er hat mir den Zettel geschickt. Und jetzt weiß ich auch was die Buschstaben bedeuten: Komm allein und pünktlich.“

„Wer denkt sich denn nur so etwas aus?“ fragte Ingar

„Er hat sich wohl nicht zu uns hergetraut so lange du dabei warst. Er war ganz schön sauer.“

„Und was wollte er von dir?“ wollte sie weiter wissen.

„Das hat er mir nicht gesagt. Er meinte, daß ihn jemand umbringen wollte. Und er hat mir einen Schlüssel gegeben. Für ein Schließfach.“

Nun kam auch die Polizei. Ein schlacksiger Beamter fragte sofort nach Augenzeugen und wurde an Sven weitergeleitet.

„Sie haben alles gesehen?“ fragte der Polizist.

Sven und Ingar gaben ihre Beobachtungen zu Protokoll.

„Die Kellner in der Bar und einige der Gäste müßten das auch gesehen haben.“ Sven drehte sich zur Terrasse des Kaffees um und stellte fest das fast alle Gäste noch da waren und das Geschehen beobachteten. Nur der Mann mit der Zeitung war verschwunden.

„Komisch!“ raunte Sven.

„Was?“

„Dein Verehrer ist verschwunden. Als einziger von den Gästen auf der Terrasse.“

„Vielleicht hatte er einen Termin oder er ist keiner von diesen Aasgaiern!“ antwortete Ingar.

„Ich glaube wir fahren mal zum Bahnhof und schauen nach dem Schließfach.“ und als er in seiner Tasche das Prospekt entdeckte „aber vorher schauen wir erst mal in dem Reisebüro vorbei.“ Er drehte den Flyer um und entdeckte eine Urlaubscheckliste.

Advertisements

3 Gedanken zu “Aasgaier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s