Guter Hoffnung

      Als die Hoffnung sich schwanger ersann Trat die Angst beflissentlich an sie heran Sieh die Zeiten sind gar hart und schwer Krankheiten für Mutter und Kind Werden tagtäglich immer mehr Ach laß ab der erste Frost Gibt den Reben jene Süße Ganz getrost Dann die Sorge ei Wie willst Du all das schaffen Trennung Unfall Tod Geld verdienen Beziehungsnot Ach die Feile schleift die Ecken rund Wir sind gemeinsam kerngesund Jetzt kommt der Zweifel auf den Plan Was Heutigen Tages schwanger Welch ein Wahn Überbevölkert sind wir auf Erden Sollen es noch mehr Ameisen werden Dann verschwinde … Guter Hoffnung weiterlesen

Das Ding: Die Geschichte zum Bild

Ich bin keine große Geschichtenerzählerin und hatte halbwegs gehofft, dass du, lieber Leser, liebe Leserin, mich der Mühe enthebst. Einige von euch hatten dankenswerter Weise Assoziationen, die mir weiterhalfen, und Luke Elljot erzählte sogar ein Stück einer Geschichte, aber da niemand auf seinen Zug aufsprang, muss ich nun selbst ran.   Die Geschichte zum Bild Jeden Tag zur selben Stunde warf sie sich den Tschador über das bunte Kleid  und eilte, ohne nach rechts und links zu schauen,  über den weiten Platz. Wie ein Minutenzeiger, der den Stundenzeiger trifft und von ihm gedeckt wird – dachte sie und lächelte, als … Das Ding: Die Geschichte zum Bild weiterlesen

Teilen

Zum Abschluss der Themenwoche „Nehmen und Geben“ hier noch der ultraphilosophische Einwurf: Teilen! Beim Teilen geht es immer um ein Nehmen und Geben! Entweder der eine hat etwas und teilt es mit anderen, dann gibt der eine und andere nehmen. Oder es wird Zweien etwas gegeben, das sie dann nehmen und unter sich aufteilen. Denkt da mal drüber nach, und teilt mit, zu welchem Schluss ihr kommt. Teilen weiterlesen

Vom Gabentausch

Geben und Nehmen treten auf Geberseite immer im Doppelpack auf. Wer etwas gibt, benötigt jemanden, der etwas nimmt, ansonsten gibt er etwas bloß auf oder frei. Wer eine Spende in einen Kaffeebecher wirft, gibt Geld, der*die Besitzer*in des Kaffeebechers nimmt die Spende an. Wer aber ein trockenes Brötchen achtlos wegwirft, gibt es nicht. Wenn ich im Wald Pilze sammle, „nehme“ ich sie mir hingegen. Allerdings bediene ich mich dabei oft einer Konstruktion des Gebens – und sei es, dass ich Schicksal oder Natur als Geber*in konstruiere. Ein Rekonstruktionsversuch.

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Wenn du kannst, dann nimmst du …

Sie warteten. Schweigend saß die Frau hinter ihrem großen, aufgeräumten Schreibtisch und starrte ihn an. Er ließ seine Beine baumeln und schaute angestrengt auf den Boden, um ihren Blick nicht ertragen zu müssen. Er mochte sie nicht. Die alte Direktorin war ganz in Ordnung gewesen, aber die neue war streng und zu den meisten Schülern unfreundlich. Kinder waren ihr verhasst. Eltern noch mehr. Gerade musste er an seinen Onkel denken und ein Lächeln huschte über seine Lippen. Der Bruder seiner Mutter, den er schon lange nicht mehr gesehen hatte, war immer nett zu ihm gewesen. Bei den Familienfeiern hieß es … Wenn du kannst, dann nimmst du … weiterlesen

Was gebe ich, was nehme ich?

Da habe ich mich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt, was über Geben und Nehmen zu schreiben. Wohlan! Die Tage habe ich über das Thema Delegieren nachgedacht, als ich nämlich mein derzeitiges berufliches Tun zusammenfasste mit: „Ich mach nur noch Vorlesung und verteile Arbeit an Studis.“ Studis ist mein umgangssprachliches, nett gemeintes Wort für Studenten. Gut gemeint ist aber bekanntlich nicht immer auch nett gemacht. Aber  zwischen „meinen“ Studis und mir, da gibt es ganz schön viel Geben und Nehmen. Ich arbeite als Wissenschaftlerin an einer Universität und halte eine Vorlesung. Ob ich den Studenten, die die Vorlesung besuche, … Was gebe ich, was nehme ich? weiterlesen

Geben und Nehmen?

vielleicht auch oftmals… „Geben ODER Nehmen“? Manchmal bin ich mir das nicht so sicher. Seit gut einem Jahr blogge ich – aufmerksam geworden durch die Schulung zum Online-Redakteur und dadurch ein bissel reingefuchst – zum Thema Umwelt… mal grob gesagt. Essen? Da gibts schon sooo viele (gute) Seiten für. Und ich koche nicht so wirklich gern. Das Saubermachen der Küche hinterher, die Töpfe und Pfanne… das Gekrümel und Gewische, nee, das mag ich nicht. Klamotten? Wer braucht eigentlich ständig (neue) Klamotten? Und ich kaufe nicht gern ein. Mein Männe ist IM Schuhladen, ich warte davor. Kein Scherz. Technik? Ich finde … Geben und Nehmen? weiterlesen

Das Biene und Blume Prinzip

„Geben ist besser denn nehmen“ Dieser Kernsatz wurde ja ins Lächerliche gezogen und auf den Boxsport gemünzt Mir ist das Leben gegeben Den Leib gab mir meine Frau Mutter unter Zuhilfenahme des Herrn Vaters Um dieses Bühnenstück zu vollführen gibt sich mir Mutter Erde hin Von den funkelnden Sternen und der Sonne all Ihrer Wesenskraft bedacht Also finde Ich mich zuallererst als ein Beschenkter wieder Der hier ankam nackt mit nichts in den nicht vorhandenen Taschen Und was Ich lachend von mir gab in den Windeln wars gefunden Schreien und wohl auch lallendes Lächeln Jauchzen und Entzücken Dann wurde mir … Das Biene und Blume Prinzip weiterlesen

Geben und Nehmen

Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Tausend Mal habe ich diesen Satz schon zu hören bekommen. Es gibt in der Tat viel zu tun, aber ehrlich gesagt, kommt Vieles von dem, was wir zu tun glauben müssen, aus uns selbst heraus. Wir wollen nämlich viel zu tun haben! Mit zunehmender Menge an Aufgaben drängt sich jedoch zunehmend die Frage auf, ob das alles auch wirklich so sein muss. Muss man denn immer geben? Alles geben? Muss man immer viel tun? Dabei möchte ich eigentlich lieber nur einmal Zeit haben.  Ich brauche mehr Zeit! Ich sollte sie mir öfter nehmen! Ich … Geben und Nehmen weiterlesen