Der Deutsche Knutschfleck

        Vor Jahren sah ich beim Brötchenkauf Am Halse der schönen Semmelverkäuferin Eine Anomalie Bei näherer Betrachtung diagnostizierte ich Also keine Verletzung wiewohl den Zierrat Einer leidenschaftlichen Liebesumarmung Da ich selbst, lächelnd, mein wahres Selbst Wie das Deine, Liebender bin, machte ich Dem jungen Fräulein meine Aufwartung als Ein wertschätzendes Kompliment für den rassigen Liebhaber Sie lächelte hold dankbares Gold Zur Sache Der nicht vorhandene Friedensvertrag mit den Siegermächten und das ständig widerholte Thema Unauslöschlicher „Schuld“ am Volke Jüdischen Glaubens hinterlässt am Halse des „Deutschen Michl“ Geistiges Sinnbild des hohen Erzengels Michael Genius der Deutschen als „Volk … Der Deutsche Knutschfleck weiterlesen

Worüber man nicht spricht, Hoffnung und Klischees

Etwas länger war ich dem Mitmachblog nun abstinent, moment Falsch, ich habe mich lediglich nicht als aktiver Part beteiligt, diesmal war es nicht nur die Zeit, sondern das Thema an sich: Worüber man nicht spricht, zig Word Dokumente, fertige und halbfertige finden sich hierzu auf meiner Festplatte, ein schweres, interessantes Thema, welches Unfug und vermeintlichen Fug aus meinen Fingern, oder doch Gedanken, kommen ließ. „Worüber man nicht spricht, Hoffnung und Klischees“ weiterlesen

Prinzip Hoffnung

Bevor das schöne Wort „Hoffnung“ wieder aus der Diskussion verschwindet, möchte ich doch noch kurz an den Mann erinnern, der das Wort Hoffnung philosophie-fähig gemacht hat: an Ernst Bloch (1885-1977) und sein gewaltiges Hauptwerk Das Prinzip Hoffnung. Am Anfang meines Studentenlebens in Tübingen 1961-62 habe ich den alten Bloch noch selbst gehört, und dann wieder 1968, als er in Trier zum 150. Geburtstag von Karl Marx eine Rede hielt. Ich kann nicht behaupten, dass ich sein drei-bändiges Werk Wort für Wort gelesen hätte. Aber ehren möchte ich sein Andenken doch. Wikipedia: Das Prinzip Hoffnung ist das Hauptwerk des deutschen Philosophen … Prinzip Hoffnung weiterlesen

Sektion Hoffnung

Der Wiedereinstieg nach der Elternkarenz naht. Das bedeutet, dass alle möglichen organisatorischen Punkte abgearbeitet werden müssen, Kontrolltermine bei den Ärzten möglichst jetzt noch zu erledigen sind, Fahrpläne nach dem zeiteffizientesten Weg von Zuhause über den Kindergarten in die Arbeit durchsucht werden usw. Auf meiner To-Do-Liste stand auch: Kleiderschrank aufräumen. Das ist eine Tätigkeit, die meines Erachtens nur unter Idealbedingungen erfolgen sollte. Zunächst braucht man Ruhe. Die Nähe von engagierten Kleinkindern, die nichts lieber tun, als Dinge von Stapel A zu Stapel B umzuschichten, mit Stapel C zu vermischen und letzten Endes das Zimmer als ein Meer aus zerwühlten Hosen, Shirts … Sektion Hoffnung weiterlesen

Der verzweigte Weg

Wo Liebe war, bleibt manchmal nur die Hoffnung. Manche Wege führen aber auch vom Hoffen zum Lieben. Verzweigte Wege, die wir vielleicht nur einmal gehen, oder vielbetretene, die wir blindlings Tag für Tag marschieren. Ein Weg ist dieser (es dürfen sich immer nur 2 Buchstaben ändern): Hoffen Koffer Ziffer Zimmer Nummer Sommer Kummer Jammer dümmer düster Küsten Kisten Tasten Listen Lieben Und die Geschichte dahinter? Vielleicht die folgende oder aber auch eine ganz andere? Hatte Hoffen noch einen Sinn? Der alte, braune Koffer stand neben der Türe, schon seit Wochen. Er drehte wieder einmal am Nummernschloss, doch die Ziffer 3 … Der verzweigte Weg weiterlesen

Pandora – die Frau mit der Büchse

Wer kennst sie nicht, die Büchse der Pandora? Alle Übel der Welt kommen draus hervorgekrochen, als Pandora  den Deckel öffnet. Es gelingt ihr erst, den Deckel wieder zu schließen, als alles draußen ist – bis auf die Hoffnung. Die bleibt in der Büchse. Und so leben wir in einer Welt mit vielen Übeln, aber ohne Hoffnung. Und wer ist Pandora? Ihr Name bedeutet „die mit allem Beschenkte“ oder „die alles Schenkende“. Sie ist eine Schöne. Die erste Kunstfrau. Hephaistos, der göttliche Schmied machte sie aus Ton. Alle Götter und Göttinnen  kamen, begafften sie und staffierten sie aus: mit Schönheit, Klugkeit, … Pandora – die Frau mit der Büchse weiterlesen

Hoffnungslos hoffnungsvoll

Am Anfang ist die Hoffnung. Hoffnung ist Träumen. Träumen von einem guten Leben. Träumen von einer guten Welt. Träumen allein reicht nicht.  „Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum.“ Kalenderspruch? Stimmt doch: Gute Gedanken allein machen das Leben nicht gut, und nicht die Welt. Hoffnung braucht Vertrauen.  Den Glauben daran, dass mein Leben änderbar ist, und die Welt. Hoffnung  braucht Taten.  Damit mein Leben den richtigen Weg findet. Damit die Welt besser wird. Hoffnung braucht Einsicht.  Die Erkenntnis, dass meine hoffnungsvollen Worte und Taten keine Berge versetzen können. Aber etwas bewegen. Etwas. Ganz sicher. Hoffnung braucht Gesellschaft.  Viele Träumer, viel … Hoffnungslos hoffnungsvoll weiterlesen